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Sicherheit, Parkärger, überlastete Straßen: Politiker müssen sich immer wieder mit Verkehrsfragen befassen

Straßenverkehr: Zwischen Petition und Frust

EMMERTHAL. Unübersichtliche Straßen, Risiken für Kinder durch Fahrzeuge, fehlerhaft parkende Autos – kaum etwas beschäftigt die Einwohner so wie die Fragen, die sich aus dem Verkehr ergeben. „Hauptgrund ist oft, dass Verkehrsteilnehmer sich nicht an Regeln halten“, so Emmerthals Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer.

veröffentlicht am 06.02.2018 um 14:00 Uhr

Gut gemeint, aber nicht erwünscht: In der Straße Mittelfeld führte die Gemeinde ein Halteverbot ein. Die Anwohner sind dagegen, sammeln Unterschriften. Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Fast in jeder Sitzung gebe es dazu Beratungen, kommentierte er im Ortsrat weitere Fälle. Welzhofer: „Oft haben wir Lösungen gefunden, die zum Erfolg führen.“ Aber nicht immer.


Petition nach Einwohnerbefragung: Das lief nicht so in der Straße „Mittelfeld“, wie sich das die Politiker vorgestellt hatten. Sie wollten die Sicherheit für die Fußgänger erhöhen, für die sie eine Stolpergefahr sahen. Dazu machten sie sogar eine schriftliche Umfrage unter den Anwohnern mit dem Vorschlag, ein absolutes Halteverbot einzuführen, damit die Autos nicht den Fußweg auf einer Seite der Straße blockieren. Kaum war die Regelung eingeführt, starteten die Betroffenen eine Unterschriftenaktion: Sie forderten mit der Petition, dass diese Regelung aufgehoben werden solle, weil sie mehr Nachteile verursache. Zahlreiche Unterstützer kamen direkt in die Ortsratssitzung, um der Forderung Nachdruck zu verleihen. Jetzt wollen sich die Politiker noch einmal einen Eindruck von der Straße verschaffen, bevor sie in der nächsten Sitzung eine Entscheidung treffen.


Mehr Verkehr durch das große Baugebiet im Kernort – das erwarten die Kommunalpolitiker, die grundsätzlich froh sind über den zusätzlichen Platz in zentraler Lage für mehr als 50 Ein- und Mehrfamilienhäuser. An der Hauptstraße zwischen Berliner Straße und Bahnübergang, wo schon zuletzt laut Welzhofer mehrere Unfälle – wenn auch nicht kritisch – zu verzeichnen gewesen waren, könnte es zu zusätzlichen Belastungen kommen. Sein Vorschlag: eine weitere Querungshilfe für Fußgänger. Ruth Leunig (SPD) erwartet schon während der Erschließung des Baugebietes, wenn massive Erdbewegungen bevorstehen, viel Verkehr. „Die Belastung wird hoch“, vermutet sie Rückstaus bis zur Bahnstrecke.

Ärgernis für Anwohner: Mitarbeiter und Besucher eines Unternehmens ignorieren die begrenzte Parkdauer am Friedhof. Foto: Dana
  • Ärgernis für Anwohner: Mitarbeiter und Besucher eines Unternehmens ignorieren die begrenzte Parkdauer am Friedhof. Foto: Dana


Ärger über Falsch- und Dauerparker im Gewerbegebiet: Anwohner im Bereich der Hauptstraße zwischen Valentinistraße und Langes Feld beschweren sich über Besucher und Mitarbeiter des Unternehmens Lohmann – „berechtigterweise“, wie der Ortsbürgermeister sagte. Es komme zu starken Behinderungen. Zeitlich begrenzte Parkdauer (2 Stunden) werde nicht eingehalten. Der Ortsrat will es noch einmal mit einem Appell an die Beschäftigten versuchen – Kontrollen mit Konsequenzen würden nicht ausreichend stattfinden.


Zu schnell: Auf Wunsch von Bewohnern gab es in mehreren Straßen des Kernortes Geschwindigkeitsmessungen. Im Wesentlichen werde das Tempo eingehalten, doch: „Beunruhigend“ sind laut Welzhofer aber die Spitzenwerte von 98 km/h in der Hagenohsener Straße (Bereich Buswendeplatz) und bis zu 118 km/h in der Berliner Straße.

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