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Fördermittel für Maßnahmen beantragt

Straßenverkehr in Emmerthal unter der Lupe

EMMERTHAL. Noch ist nichts beschlossene Sache, doch Emmerthal arbeitet an einem Verkehrskonzept, über dessen aktuellen Stand Verkehrsplaner Dipl.-Geogr. Lothar Zacharias den Ausschuss für Gemeindewerke und Technik informierte. Besonders für die Berliner Straße sind Veränderungen angedacht.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 20:21 Uhr

Die Kreuzung Berliner Straße/Hauptstraße würde sich nach Ansicht eines Verkehrsexperten für die Einrichtung eines Kreisverkehrs eignen. Foto: Dana
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Das Hannoveraner Büro hatte die Verkehrssituation in den vier Ortsteilen mit insgesamt siebzehn Ortsteilen unter verschiedenen Aspekten unter die Lupe genommen und daraus seine Schlussfolgerungen gezogen. Welche Bedeutung hat der Verkehr, um im Bereich der Gemeinde den verschiedenen Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeitgestaltung und Schulwegen möglichst effizient zu dienen, das heißt, wie viel Verkehr läuft wann, wo und zu welchem Zweck?

Klar ist, dass ein guter Ausbau der Verkehrswege und eine flüssige Verkehrsleitung dazu beitragen, Beeinträchtigungen wie Lärm, Abgase und Komplikationen beim Überqueren einer Straße zu minimieren, vor allem, wenn Straßen an sensiblen Bereichen, etwa Wohngebieten, vorbeiführen. Zudem unterschied das Büro Zacharias nach Fahrzeugarten. Denn die Straßen im Emmerthaler Gebiet werden von Pkw, Lieferwagen und Kleintransportern, Lkw und Bussen ganz unterschiedlich genutzt. Das wiederum führte zu einer Klassifizierung der Straßen nach ihrer Verbindungsfunktion. Ein gewisser Realisierungsdruck lastet dabei auf Planer und Gemeinde, denn für bestimmte Umsetzungen können Fördermittel in Anspruch genommen werden. Für die Berliner Straße ist beispielsweise ein Fördermittelantrag in Hannover bereits gestellt worden. Sie ist als eine verkehrswichtige Hauptverkehrsstraße eingestuft, ähnlich wie die Hauptstraße, Pyrmonter Straße, Langes Feld, östlicher Mühlenweg (Berliner Straße bis Langes Feld), Am Bahnhof (Verknüpfung Kfz-Verkehr mit Schienenpersonennahverkehr/SPNV), Industriestraße und der südliche Abschnitt In der Meinte.

Bei den meisten Straßen ist aus Verkehrsplanersicht keine besondere Änderung der Verkehrsfunktion notwendig, was heißt, es bleibt bis auf wenige Anpassungen durch Tempo-30-Zonen oder einer Beschilderung beim Alten. Doch gerade die Berliner Straße mit ihren zahlreichen Kreuzungen kann optimiert werden. So könnte die derzeit signalgeregelte Kreuzung Berliner Straße/Hauptstraße in einen Kreisverkehrsplatz umgebaut werden. Bezüglich der Verkehrssicherheit, der Flüssigkeit des Verkehrs wie auch des Städtebaus bietet sich an dieser Stelle diese Lösung an, so der Epperte. Allerdings sei die Umsetzbarkeit auch anhand der zur Verfügung stehenden Flächen zu prüfen. Da der Straßenverkehr über Jahrzehnte hinweg stetig zugenommen hat und mit einer weiteren moderaten Steigerung zu rechnen ist, vor allem auch durch den touristischen Ziel- und Durchgangsverkehr, wird man sich mit dem Verkehrskonzept adäquat darauf einstellen müssen. Immerhin ist das Ziel, die langfristig sichere Verkehrsplanung für Emmerthal und seine Bürger. Es wird spannend, wie der Rat hier die Weichen stellen wird.

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