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Steuerverschwendung oder sinnvolle Straßensanierung?

Aerzen/Emmerthal (cb). Das Land hat Geld übrig, um Straßen zu sanieren – doch in zwei Ortsteilen rufen die Bauarbeiten Unverständnis hervor. „Steuerverschwendung“, kritisieren unisono Timo Schriegel aus Emmern und Walter Reese aus Grießem. Das sei längst nicht notwendig, meinen sie übereinstimmend über die beiden Landesstraßen in ihren Ortsteilen. Andere Straßen seien in einem viel schlimmeren Zustand.

veröffentlicht am 04.10.2011 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 05:21 Uhr

ae Emmern
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Aerzen/Emmerthal (cb). Das Land hat Geld übrig, um Straßen zu sanieren – doch in zwei Ortsteilen rufen die Bauarbeiten Unverständnis hervor. „Steuerverschwendung“, kritisieren unisono Timo Schriegel aus Emmern und Walter Reese aus Grießem. Das sei längst nicht notwendig, meinen sie übereinstimmend über die beiden Landesstraßen in ihren Ortsteilen. Andere Straßen seien in einem viel schlimmeren Zustand. Überrascht hingegen zeigt sich Markus Brockmann, Hamelner Geschäftsbereichsleiter der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Wir sind froh, dass wir die Bauarbeiten mit relativ wenig finanziellen Mitteln machen können, bevor die Schäden größer werden“, sagt er.
 Gestern rückte eine Fachfirma zunächst in Emmern an. Innerhalb von voraussichtlich fünf Tagen soll sie an der Ortsdurchfahrt Emmern die Schäden an der Pyrmonter Straße (L 431) ausbessern. Als Steuerzahler könne er das nicht verstehen, meint Schriegel, da „unsere Straße wirklich noch in einem guten Zustand“ sei. Flugs drehte er dazu sogar ein Video und stellte es ins Netz.
 Seine Ansicht machte er ebenso gegenüber der Landesbehörde deutlich. Brockmann antwortete ihm gestern, dass der Abschnitt „in der Tat noch keine gravierenden Schäden“ aufweise. Allerdings zeige die Oberfläche bei genauerem Hinsehen Ausmagerungen, Kornausbrüche und auch Netzrisse. Deshalb erhalte die Straße einen dünnen Überzug, um die Oberfläche rechtzeitig vor dem Winter zu schließen. Brockmann über die Arbeiten mit einem Kostenumfang von voraussichtlich 70.000 Euro: „Diese sogenannten Dünnschichtbeläge im Heißeinbau verlängern die Nutzungsdauer bis zur nächsten größeren Maßnahme deutlich, wenn sie, wie hier, zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden.“

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