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SPD und Grüne bringen gemeinsames Gebäude für Feuerwehr, Kinderbetreuung, Vereine und Sportler ins Spiel

Sportheim und Dorfgemeinschaftshaus: Neubau statt Sanierung?

EMMERTHAL. Neuer Vorstoß in Sachen Dorfgemeinschaftshaus Emmern als Mittelpunkt des Kernortes: Nachdem nun hohe Investitionen für das Zentrum mit Feuerwehr, Kinderbetreuung und öffentlichen Räumen notwendig sind, sollen Alternativen geprüft werden. Möglich sei ein Neubau – auch als gemeinsames Gebäude für die Sportler.

veröffentlicht am 12.01.2017 um 16:08 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 17:00 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der Vorschlag von SPD und Grünen: Die Verwaltung soll zunächst die Kosten für den Abriss und den Neubau eines multifunktionalen Gebäudes an gleicher Stelle berechnen. Weiterer Schritt, der viele Emmerthaler wird aufhorchen lassen: Das in die Jahre gekommene und sehr sanierungsbedürftige Sportheim der TSG Emmerthal soll in die Planung mit einbezogen werden, wie es in dem Antrag als mögliche Alternative heißt. An einem Punkt lassen SPD-Fraktionsvorsitzende Ruth Leunig und Dominik Petters zumindest keinen Zweifel: Im Kernort mit Kirchohsen, Emmern und Hagenohsen sei ein Zentrum für die Einwohnerschaft unerlässlich. „Das bleibt uns wichtig“, sagt Leunig.

„Wir haben langsam Bauchschmerzen bekommen“, meint sie unter Hinweis auf die geplanten Investitionen in Höhe von über 350 000 Euro für den Brandschutz, die in diesem Jahr vorgesehen sind. Dann sei die Gemeinde festgelegt, in den folgenden Jahren weiteres Geld in die Immobilie zu stecken. Deshalb solle zuvor ein Neubau geprüft werden, für den es möglicherweise Fördergelder geben könnte.

Petters erinnert an die zurückliegenden Diskussionen zum Dorfgemeinschaftshaus, ohne den CDU-Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer dabei namentlich zu nennen. „Hier liegt es offensichtlich einigen Personen am Herzen, mehr auszugeben, ohne andere Möglichkeiten zu prüfen“, sagt der SPD-Parteivorsitzende.

Auch das TSG-Sportheim ist in die Jahre gekommen. Foto: wal

356 000 Euro soll der Brandschutz für Kinderbetreuung und die weiteren Räume des Gebäudes kosten

Bekanntlich waren zunächst Forderungen des Landkreises ausschlaggebend, für den Bereich der Kinderbetreuung mit insgesamt 25 Plätzen im Dorfgemeinschaftshaus den Brandschutz und damit die Sicherheit zu verbessern. Andernfalls droht die Schließung – ein dann notwendiger Anbau an der Kita Distelflecken Kirchohsen war grob auf rund 600 000 Euro geschätzt worden. Für den Brandschutz kalkulierte ein Architektenbüro 184 000 Euro im Bereich der Kinderbetreuung, für den Rest des Gebäudes 172 000 Euro. In den nächsten 25 Jahren seien weitere Investitionen von 300 000 Euro notwendig, rechneten die Planer vor. Sollte das vor 50 Jahren eingeweihte und heute von vielen als überdimensioniert angesehene Dorfgemeinschaftshaus energetisch saniert werden, würden weitere 780 000 Euro fällig.

Zunächst muss laut SPD und Grünen ein Infrastrukturkataster für das Gebäude erstellt werden. Dahinter verbirgt sich die Forderung auch des Landkreises an die finanzschwache Kommune, den Nutzen und Bedarf aller öffentlichen Gebäude und Einrichtungen der Gemeinde auf den Prüfstand zu stellen.

Petters und Leunig verweisen darauf, dass die Räume des Dorfgemeinschaftshauses nicht mehr auf die heutigen Bedürfnisse („Verschachtelt und verbaut“) zugeschnitten, der große Saal überdimensioniert und die Platzsituation der Feuerwehr sehr problematisch seien. „Auch für den Laien ist ersichtlich, dass großer Sanierungsbedarf besteht“, sagt Petters. Ähnlich stelle sich die Situation am TSG-Sportheim an der Bezirkssportanlage dar. „Ein Klotz am Bein“, meint Leunig über die Immobilie der Gemeinde aus den siebziger Jahren, die hohe Investitionen besonders im Sanitärbereich erwarten lasse und ebenfalls über einen nur zeitweise genutzten und aus heutiger Sicht überdimensionierten Saal verfüge.

Deshalb soll laut Antrag geprüft werden, das Sportheim in die Planungen zur Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses mit einzubeziehen. „Möglich wäre hier ein neuer, gemeinsamer Standort, der gleichzeitig die Belange der Sportler und der Dorfgemeinschaft berücksichtigt“, heißt es in dem Antrag. „Damit würde ein zweckmäßiges und zukunftsfähiges Gebäude geschaffen, für das die Gemeinde Zuschüsse aus dem Städtebauförderprogramm, Leader und Sportfördermitteln beantragen könnte.“

Dieses Ziel ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Welche Kombinationsmöglichkeiten sich ergeben könnten, könne erst geprüft werden, wenn alle Zahlen vorliegen würden, sagt Petters. „Zumindest wollen wir das Sportheim nicht von vorneherein dabei ausschließen“, meint er über die Planungen. Und die Fraktionsvorsitzende nennt Beispiele aus dem Kreisgebiet wie etwa in Brünnighausen oder Haverbeck, wo es gute Konzepte für die gemeinsame Nutzung gebe. Leunig: „Die sind sehr funktional.“



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