weather-image
15°
Wahl der stellvertretenden Bürgermeister morgen im Rat / CDU geht diesmal offenbar leer aus

SPD fühlt sich Tradition nicht mehr verpflichtet

Emmerthal (cb). Die CDU pocht weiter auf einen stellvertretenden Bürgermeister-Posten – doch SPD und Grüne als neue Koalition wollen ihr diesen Wunsch nicht erfüllen, sondern eigene Bewerber für die Ämter durchsetzen. Wenn morgen die konstituierende Sitzung des neu gewählten Rates stattfindet, scheint der erste Konflikt bereits programmiert. Einigkeit besteht zumindest bei einem Punkt: Bis zu drei Stellvertreter könnten es insgesamt sein – aus Kostengründen wollen die Ratsfraktionen es aber bei zwei belassen.

veröffentlicht am 02.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

270_008_4921611_lkae109_0211.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

CDU und SPD verfügen über dieselbe Anzahl an Ratssitzen, weshalb die Christdemokraten mit Unterstützung der Freien Wählergemeinschaft einen eigenen stellvertretenden Bürgermeister fordern. Morgen bewirbt sich erneut Rolf Keller um dieses Amt, der zuletzt schon für die CDU in dieser Funktion tätig war. „Wir würden es begrüßen, wenn es dabei bleibt, wie wir es immer in Emmerthal gehandhabt haben“, sagt Fraktionsvorsitzender Karl-Wilhelm Steinmann. „Es geht um ein Ehrenamt, das mit gewisser Kompetenz belegt sein sollte. Das trifft auf Keller zu – nicht umsonst hatte er die meisten Stimmen.“

Zwar hat es ein Gespräch der beiden großen Parteien gegeben, aber Traditionen „fühlen wir uns nicht mehr verpflichtet“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzende Ruth Leunig. Und begründet dies mit einer ähnlichen Entwicklung im Kreistag unter umgekehrten Vorzeichen vor fünf Jahren. Da hätte die CDU die SPD beim Landrats-Vize außen vorgelassen. „Da haben auch Emmerthaler Kreistagsabgeordnete zugestimmt“, erinnert Leunig an einen Brauch, der damit aufgekündigt wurde. „Ich war geschockt“, sagt sie. Wenn nun auf Gemeindeebene eine Gruppe der SPD mit den Bündnisgrünen gebildet werde, dann „hat auch der kleinere Partner Anspruch auf das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters“.

Die Sozialdemokraten schicken neben dem bisherigen Amtsinhaber W.-James Palmer auch Klaus Hinke ins Rennen, der nach der Hälfte der Legislaturperiode die Funktion übernehmen soll. „Damit wollen wird den Generationswechsel einleiten“, begründet Ruth Leunig. Dadurch solle Hinke, bereits seit zehn Jahren Ortsbürgermeister von Amelgatzen und Vorsitzender der SPD im Gemeindegebiet, als jüngeres Parteimitglied positioniert werden. Zum ersten Mal wollen die Bündnisgrünen das hohe Ehrenamt auf Gemeindeebene übernehmen. Als weitere stellvertretende Bürgermeisterin tritt morgen Gabriele Liebig an. Die 38-jährige Erzieherin aus Börry gehört erstmals dem Gemeinderat an. Die konstituierende Sitzung beginnt morgen um 19 Uhr im Rathaus. Im Wesentlichen geht es dabei auch um die Besetzung der neu zugeschnittenen Fachausschüsse und deren Vorsitzenden.

270_008_4903227_lkae103_2710.jpg
  • K. Hinke
270_008_4921605_lkae108_0211.jpg
  • G. Liebig
270_008_4903230_lkae104_2710.jpg
  • R. Keller


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt