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Mord zum Festschmaus

Spannende Unterhaltung beim Krimidinner in der Zehntscheune

SCHWÖBBER. Da geschehen seltsame Dinge auf Schloss Darkwood: Gespensterjagd, dubiose Gestalten, Schatzjäger und gleich drei mysteriöse Todesfälle. Doch nichts von alledem kann die gut 50 Zeugen bei ihrem Festschmaus stören. Ganz im Gegenteil: Ihnen allen schmeckt das viergängige Wintermenü von Mord zu Mord immer besser.

veröffentlicht am 06.12.2017 um 19:16 Uhr

Zwischen Gräfin (li.) und Erbin Cora ermittelt der Chefinspektor von Scotland Yard. Foto: hek

Autor:

Henner E. Kerl
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Was allerdings wenig verwundert. Denn die delikate Speisenfolge von Gemüse-Terrine und cremiger Karottensuppe über den Burgunderbraten mit Kartoffel-Gratin bis zum abschließenden Sorbet kamen aus einer Sternenküche. Das Geheimnis all dessen: Das Krimidinner machte wieder einmal Station im Schlosshotel Münchhausen und verwandelte die Zehntscheune in das Schloss Darkwood im rauen Schottland. Die exklusive Veranstaltungsreihe weckte dabei Erinnerungen an beste Edgar-Wallace-Zeiten. Denn ganz im Sinne des berühmten Krimi-Autos hat Alexandra Stamm „Der Spuk von Darkwood Castle“ geschrieben.

Vor 15 Jahren verfasste die Schauspielerin und Regisseurin aus Essen ihre ersten Theaterstücke und setzte mit den Gruselstorys rund um Darkwood und die Familie Ashtonburry die Idee von der Kombination von Galadinner und Krimispiel um. Dabei baut sie stets auf die bewährte Mixtur von Spannung, Gruselatmosphäre, Klamauk und gutem Essen. Längst ist Alexandra Stamms Krimidinner zu einem Erfolgsrezept geworden. Warum, das zeigte dieser Abend auf Schloss Münchhausen. Die Spukgeschichte steigerte sich von Mord zu Mord und endete mit einer überraschenden Lösung. Wobei alles ganz harmlos begann: Weil die Familie Ashtonburry pleite ist, soll das Schloss unter den Hammer kommen. Das kann eigentlich nur ein auf Darkwood versteckter Schatz verhindern, der freilich auch bei manch anderem Begierden weckt. Und so geraten selbst Erbin Cora, der Butler, der Hausarzt und sogar der Chefinspektor von Scotland Yard in Verdacht. Doch was wäre ein Schlosskrimi ohne Schlossgeist? Er darf auf Darkwood nicht fehlen und steigt aus dem Mausoleum auf, um den drohenden Verkauf zu verhindern. Die Gier auf den Schatz schreckt vor Mord nicht zurück:

Zwischen Vorspeise, Suppe, Hauptgericht und Dessert werden zunächst der Auktionator, dann ein Mitarbeiter von Scotland Yard und schließlich auch der Butler als Leichen aus dem Festsaal getragen. Was bleibt, ist Verwirrung unter allen Dinnergästen am Ende der rundum unterhaltsamen dreistündigen Show. Dass nur ein Gast schließlich die Frage nach dem Täter richtig beantworten konnte, zeigte, welch spannende Unterhaltung der Spuk von Darkwood Castle bot.

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