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Berliner Straße galt einst als Einkaufsmeile / Politiker wollen gegensteuern

Sorge vor weiteren Leerständen

EMMERTHAL. Der Getränkemarkt? Geschlossen. Zuletzt machte die Fleischerei an der Berliner Straße dicht, die mal als Einkaufsmeile im Kernort konzipiert war. Die Politiker befürchten, dass weitere Leerstände folgen. Sie wollen mit der Interessengemeinschaft Gewerbe Emmerthal ins Gespräch kommen, um Auswege zu finden.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 11:17 Uhr
aktualisiert am 18.04.2018 um 12:30 Uhr

Foto: Wal
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Und schon gibt es mit dem Aus des Fleischerfachgeschäfts den nächsten Leerstand an der Berliner Straße mitten im Kernort von Emmerthal. Nicht das erste Geschäft, das dort aufgibt – ausgerechnet an der Straße, die sich einst als Einkaufsmeile entwickeln sollte und dann doch vom Einkaufszentrum abgehängt wurde. Nun hoffen die Politiker, dieser Entwicklung im Gespräch mit der Interessengemeinschaft Gewerbe Emmerthal (IGE) gegensteuern zu können.

Was auf einen Antrag von SPD und Grüne im Ortsrat Emmerthal zurückgeht, könnte sich zu einem überparteilichen Ziel entwickeln. Die Zeit drängt. „Die geplante Sanierung der Berliner Straße wird ebenfalls zu vielen Beeinträchtigungen der noch vorhandenen Geschäfte führen“, argumentieren James Palmer (SPD) und Frank Woltemate (Grüne) in ihrem Antrag. „Eine gute Initiative“, sagte CDU-Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer über das Hilfsangebot der Politik und kündigt eine parteiübergreifende Unterstützung an. Vorne mit dabei: Dajana Weitze, die nicht nur für die CDU den politischen Gremien angehört, sondern auch dem Vorstand der IGE. „Wir stoßen alle ins gleiche Horn“, sprach sie von einem gemeinsamen Anliegen. Dem Vorstand der Interessenvertretung wolle sie den Antrag bei der nächsten Sitzung vorstellen, kündigte Weitze an.

SPD und Grüne verweisen im Antrag darauf, dass die Geschäftsentwicklung an der Berliner Straße Grund zur Sorge gebe, dass weitere Leerstände hinzukommen können. Mit ehemaligem Eiscafé und Getränkemarkt seien zwei größere Geschäftskomplexe seit längerem nicht vermietet, nun habe die Schlachterei geschlossen, das Hotelrestaurant Pfeffermühle mit Imbiss stehe schon länger zum Verkauf. Die Politik will deshalb mit der IGE als Interessenvertretung von Geschäftsleuten, Dienstleistern und Handwerk in der Gemeinde in Dialog treten. Dabei solle geprüft werden, wie Politik und Gemeindeverwaltung helfen könnten. Ziel sei es, „Wege zu suchen, die Berliner Straße wieder stärker zu beleben“.

„Das war mal die Geschäftsstraße“, sagte Ruth Leunig (SPD), die gleichzeitig darauf verwies, dass es in Kirchohsen kaum noch Gastronomie gebe. Es gehe bei den Überlegungen nicht um Politik, sondern darum, dass „wir als Ortsrat Flagge zeigen“.

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