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Fachausschuss greift Bedenken aus der Nachbarschaft auf

Solarpark geht in Planung

Aerzen. In Aerzen soll die erste Solar-Freiflächenanlage entstehen. Vorgesehen ist dafür das Gelände der ehemaligen Ziegelei im Kernort – allerdings unmittelbar direkt an ein Wohngebiet am Grehberg angrenzend. Schon früh im Vorfeld der ersten Überlegungen gab es Kritik von den unmittelbaren Nachbarn, die beim Blick aus dem Garten nicht auf Photovoltaikmodule blicken wollen. Die Bauleitplanungen der Gemeinde, die jüngst im Fachausschuss vorgestellt wurden, griffen die Bedenken auf und sehen deshalb größere Abstände zwischen Anlagen und Gebäuden sowie mehr Begrünung als Sichtschutz vor. Die Politiker stimmten den Plänen einhellig zu, die demnächst öffentlich ausgelegt werden sollen. „Dann können die Nachbarn ihre Einwände erheben“, meinte Ausschussvorsitzender Friedel-Curt Redeker (CDU). Carsten Klein (SPD) verwies darauf, dass im Vorfeld ein gemeinsamer Termin des Ausschusses mit Investor und Anliegern vor Ort stattgefunden habe, die Verschiebung des Geländes in den aktuellen Plänen eingearbeitet worden sei.

veröffentlicht am 01.04.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Die Politiker hatten sich mit den Überlegungen lange Zeit gelassen. Nicht ohne Grund: Freiflächenanlagen sind nicht unumstritten, vor allem, wenn die Areale große Dimensionen annehmen oder in landschaftlich exponierter Lage sich befinden. Bereits im vergangenen Sommer hatte sich die Politik mit möglichen Solarpark-Standorten befasst, für die aber nur vorbelastete Flächen oder mit Böden minderer Qualität in Frage kommen. Schon bei der damaligen Sitzung hatte Diplomingenieur Reinhard Preis als Planer auf optische Folgen verwiesen: „Aus der Nähe sind Photovoltaik-Anlagen aufgrund der vorgeschriebenen Eingrünung kaum zu sehen, aus der Ferne können die das Landschaftsbild aber dominieren.“ Nach Einschätzung der Politiker kommen trotzdem mehrere Areale im Gemeindegebiet in Frage – aus ihrer Sicht auch das relativ ebene Areal auf dem Deponiegelände der alten Ziegelei zwischen Grehberg und früherer Bahnlinie. Bei dem privaten Investor handelt es sich um einen Aerzener, der direkt am Grehberg wohnt und in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Grundstück, das sich bereits in seinem Besitz befindet, die Photovoltaikanlagen installieren will. Von den Dimensionen anderer gewaltiger Solarparks mit Megawattleistungen ist die Anlage aber weit entfernt. Gewerbliche Investoren nehmen ohnehin wegen zurückgehender Förderanreize Abstand von großen Solarparks: Die in Aerzen geplante Anlage mit 100 Kilowatt-Peak (kWp), die dem durchschnittlichen Bedarf von rund 25 Einfamilienhäusern entspricht, sieht lediglich 400 Module vor. Tobias Kreye, im Rathaus für die Bauleitplanungen zuständig, verwies darauf, dass nur die Hälfte des Grundstücks überbaut werden dürfe: Die Abstände seien vergrößert worden – auf 17,5 Meter zu den benachbarten Wohngrundstücken. cb

Der Boom großer Solarparks – hier im hessischen Wolfhagen – ist vorerst gestoppt. Die in Aerzen auf den Deponieflächen der ehemaligen Tongrube geplante Anlage sieht 400 Module vor. dpa



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