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Institut setzt auf enge Zusammenarbeit mit Industrie / „Heimischer Markt wichtig für Innovationskraft“

Solarforschung auf Wachstumskurs

Emmerthal. Die Kosten für die Solarenergie weiter senken – das bleibt Ziel des Institutes für Solarenergieforschung in Emmerthal. Dabei setzen die Forscher stark auf die Kooperation mit der Industrie. Immerhin, so heißt es im jetzt vorgestellten Jahresbericht: Inzwischen sei Solarstrom für viele Endverbraucher konkurrenzlos günstig.

veröffentlicht am 28.04.2016 um 14:33 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:58 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Emmerthal. Als „besorgniserregend“ bezeichnet der Geschäftsführer des Institutes für Solarenergieforschung in Emmerthal (ISFH), Prof. Dr. Rolf Brendel, die derzeit zu niedrigen Raten der Neuinstallationen von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Dies sei „sicher ein Hindernis für das rasche Gelingen der Energiewende“, schreibt er im Jahresbericht des Institutes, der jetzt vorgelegt wurde.

Ziel des ISFH sei es, durch Forschung dazu beizutragen, die Kosten für die Solarenergie als einen wichtigen Teil der Energiewende kleinzuhalten. Ein Ergebnis sei beispielsweise der Rekordwirkungsgrad für PERC-Solarzellen, nennt Brendel als herausragendes Resultat aus dem Vorjahr. Das Institut wolle mit seiner Systemtechnikforschung und im Verbund mit seinen Forschungspartnern aus der Industrie solare Energiesysteme für den Wettbewerb ertüchtigen, schreibt Brendel, der auch wissenschaftlicher Leiter ist.

Doch: Kostensenkungen benötigten einen Markt. Für die deutschen Firmen sei ein starker heimischer Markt von besonders großem Nutzen. Die Systemanforderungen würden sich mit zunehmender Marktdurchdringung der erneuerbaren Energien wandeln. Brendel: „Wegen der im internationalen Vergleich schon hohen Marktdurchdringung von Wind- und Solarenergie ist unser heimischer Solarmarkt für die Innovationskraft der Firmen also besonders wichtig.“ Die Vorteile der Solarenergienutzung seien überzeugend. Solarstrom sei mit acht bis zwölf Cent pro Kilowattstunde für immer mehr Endverbraucher konkurrenzlos günstig, könne geräuschlos und fast ohne Belastung des Landschaftsbildes genutzt werden. Der Institutsleiter: „Solarenergie wird deshalb von der Bevölkerung besonders positiv bewertet.“

In dem Berichtsheft mit knapp 100 Seiten stellt das Institut besonders die wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse der Abteilungen Photovoltaik und Solare Systeme vor. Nach drei Jahren leicht rückläufiger Mitarbeiterzahlen verzeichnete das Institut wieder einen Anstieg – Ende 2015 gab es 145 Beschäftigte am ISFH. Auch stand wieder mehr Geld im Haushalt mit insgesamt gut elf Millionen Euro zur Verfügung. 24 Prozent trägt das Land als Gesellschafter. Während die Drittmitteleinnahmen aus der Industrie (0,9 Millionen Euro) für Auftragsforschung weiter zurückgingen, stieg die Forschungsförderung wie durch Bund, Land und EU auf acht Millionen Euro.



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