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ISFH stellt Gratis-Tool für Regenerativstrom in Mehrfamilienhäusern vor

Solarforscher zeigen: So können Mieter Geld sparen

EMMERTHAL. Das Institut für Solarenergieforschunghat auf dem Photovoltaik-Symposium in Bad Staffelstein ein kostenfreies Tool zur individuellen Gestaltung von Mieterstromkonzepten vorgestellt. Diese Konzepte bieten Mietern in Mehrfamilienhäusern die Chance, von vor Ort erzeugtem günstigen Regenerativstrom zu profitieren.

veröffentlicht am 02.05.2018 um 16:26 Uhr
aktualisiert am 02.05.2018 um 17:30 Uhr

Das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) hat auf dem Photovoltaik-Symposium in Bad Staffelstein ein nues Tool präsentiert. Foto: Dana
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Die Wirtschaftlichkeit hängt jedoch von sehr vielen Faktoren ab, weswegen Mieterstrom-Anbieter ohne Hilfestellungen kaum abschätzen können, ob sich eine Investition lohnt. Das neue Berechnungstool löst dieses Problem.

Das im Juli 2017 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung von Mieterstrom gewährt einen Zuschuss für direkt im Gebäude verbrauchten Strom aus neuen Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden. Die Höhe des Zuschlages hängt von der Größe der Solaranlage und der Entwicklung des PV-Zubaus in Deutschland ab und liegt derzeit zwischen 2,2 Cent pro Kilowattstunde und 3,8 Cent pro Kilowattstunde.

Zusätzlich entfallen beim Mieterstrom manche Kosten wie Netzentgelte und Stromsteuer.

Mieterstrom-Anbieter können deshalb Bewohnern eines Hauses vor Ort erzeugten Strom vergünstigt anbieten. Strom, der ins Netz eingespeist wird, wird wie gewohnt nach EEG vergütet. Trotz Förderung und etwa 300 000 Gebäuden, die für Mieterstrommodelle mit PV-Anlage in Deutschland in Frage kommen, wurden 2017 lediglich 54 Mieterstromprojekte mit einer Gesamtleistung von nur 1,2 Megawatt bei der Bundesnetzagentur gemeldet. Die zurückhaltende Investitionshaltung liegt an den für die Wirtschaftlichkeit maßgeblichen, aber oftmals unbekannten Größen des Direktverbrauchs und an den hohen Kosten für die korrekte Verbrauchsabrechnung der Mieter.

Das in Microsoft Excel umgesetzte Programm basiert auf einem Modell, mit dem multivalente Versorgungslösungen verglichen werden können. Neben PV-Anlagen können auch (von der Mieterstromförderung bisher ausgeschlossene) kleine Windkraftanlagen und Batteriespeicher sowie gekoppelte Strom-Wärme-Versorgungen mit Blockheizkraftwerken, Wärmepumpen oder Gaskesseln betrachtet werden. Der Strom-, Heiz- und Warmwasserverbrauch des Gebäudes wird aus der Anzahl und Nutzungsart der im Gebäude vorhandenen Wohneinheiten berechnet. Zudem hat jeder Mieter die Wahl, an der Mieterstromversorgung teilzunehmen oder nicht.

Das Tool führt eine stündliche energetische Bilanzierung der Erzeugung und des Verbrauchs von Strom und Wärme für Referenzjahresverläufe durch und liefert eine Visualisierung der Energieflüsse sowie die Bewertung des gewählten Versorgungskonzeptes. Für letztere sind die gängigsten Verfahren für dynamische Wirtschaftlichkeitsrechnungen (Berechnung von Kapitalwert, Endwert, Annuitäten und Amortisationsdauer) inbegriffen. Die ökologische Bewertung erfolgt anhand jährlich vermiedener CO2-Emissionen im teils regenerativ versorgten Gebäude im Vergleich zu einem konventionell versorgten Referenzgebäude. red



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