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Kindermusical als Beispiel für ein erfolgreiches Bildungskonzept

So wird der Nachwuchs selbstbewusst

Emmerthal. Der große Erfolg des Kindermusicals „Das Bildungshaus lebt“ wirkt nach. „Das hat den Alltag während der Vorbereitungszeit geprägt und ist heute noch Thema“, stellt Liselotte Sievert fest. Die Kita-Fachberaterin beim DRK-Kreisverband Weserbergland ist hochzufrieden mit den Resultaten dieses einzigartigen Projektes, das eine überwältigende Publikumsresonanz erfahren hat.

veröffentlicht am 01.08.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Geboren wurde die Idee zur Selbstdarstellung des Emmerthaler Bildungshauses in Musicalform vor etwa drei Jahren beim „Tag der Kulturen“. „Da hatten wir ein Stück mit dem Titel ,Alle Kinder dieser Erde‘ aufgeführt“, erinnert sich Sievert. Erste Appetithäppchen der neuen Produktion „Das Bildungshaus lebt“ konnten die Besucher des Emmerthaler Neujahrsempfanges bereits Anfang des Jahres erleben. „Die gesamte Vorbereitungszeit hat gut ein Jahr gedauert, die heiße Probenphase sechs Monate“, erklärt die „Distelflecken“-Erzieherin Kathrin Pietschmann.

Für die inhaltliche und künstlerische Umsetzung des Kindermusicals zeichnete Helmut Schrade verantwortlich. Der freiberufliche Musikpädagoge hat den jungen Darstellern im Alter von ein bis zehn Jahren das Stück auf den Leib geschrieben. „Seine Leistung ist gar nicht hoch genug zu bewerten“, sind sich Lieselotte Sievert und die Nachmittagsbetreuerin der Ganztagsschule, Cornelia Warning, einig. Schrade habe es meisterhaft verstanden, alle Beteiligten, ganz gleich ob Kinder, Erzieher oder Eltern, zu motivieren.

„Klar, das war ziemlich viel zusätzliche Arbeit, aber die haben wir alle gerne gemacht“, so Cornelia Warning. Das gute Zusammenspiel an der Nahtstelle zwischen Kita und Grundschule sei anderswo keineswegs selbstverständlich, meint Sievert. Dass 160 Kinder aus ganz Emmerthal mit 30 Eltern sich in einer Musical-Produktion zusammenfänden, um das Konzept des „Bildungshauses“ in die Öffentlichkeit zu tragen, sei einzigartig. Sievert: „Das geht nur mit einem Musikpädagogen, der eine Vision hat.“

Das Kindermusical als ein gemeinsames Projekt von Eltern mit ihren Kindern und den Erziehern hat die Leistungsfähigkeit des Emmerthaler Bildungshauses unter Beweis gestellt.

Das Projekt habe viele wichtige pädagogische Aspekte gehabt, stellen die Erzieherinnen Kathrin Pietschmann und Sigrid Hartmann fest. „Vor allem, dass sich Kinder trauen, dass sie so selbstbewusst sind und den Mut haben, auf die große Bühne zu kommen, zu kooperieren, sich wertzuschätzen, sich gegenseitig zu helfen, das sind ganz tolle Ergebnisse.“ Ob Bauchtanz, Fußball, Seilspringen, Rappen – alles habe die Persönlichkeit der Kinder gestärkt.

Dabei haben die Erzieherinnen den Kindern keine strikten Vorgaben gemacht, sondern sie nur begleitet und durch Impulse angeregt. „Ein Beispiel: Erst wollten wir mit ,Ice in the sun-shine‘ auftreten, dann haben sich die Kinder für Zuckowskis ,Starke Kinder‘ entschieden. Das war eindeutig besser“, erinnert sich Pietschmann.

Ob nun der Perspektivenwechsel von Eltern, die sich zusammen mit ihren Kindern auf der Bühne wiederfanden, eine spannende Generalprobe, die Herausforderungen der Technik oder die starke Zuschauerresonanz, all das sei ein großes Lernangebot für die Kinder, Eltern und Erzieher gewesen und habe der Öffentlichkeit die Leistungsfähigkeit dieser in Niedersachsen bisher wohl einmaligen Bildungseinrichtung sehr gut vor Augen geführt.

Jetzt seien zwar erst einmal Ferien und Erholung angesagt, so Sievert. Doch wer wissen will, wie man ein überaus erfolgreiches Kindermusical auf die Bühne bringt, dem stehen die Beteiligten gerne nach den Ferien mit jeder Menge gutem Rat zur Verfügung.



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