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Landkreis will Bürger versorgen

So gibt‘s das schnelle Internet

BÖRRY/ILSETAL. Schnelles Internet und perfektes Telefonieren, das will der Landkreis durch die Einrichtung eines neuen Glasfasernetzes auch Bürgern im Ilsetal in den nächsten Jahren bieten, verspricht Andreas Manz von der Kreisverwaltung, der dort zuständig ist für die Wirtschaftsförderung und regionale Entwicklung.

veröffentlicht am 10.04.2017 um 16:04 Uhr
aktualisiert am 10.04.2017 um 17:50 Uhr

Foto: dpa
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Friedrich-Wilhelm Thies Reporter
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Dezernatsleiter Andreas Manz macht Werbung fürs schnelle Internet, denn der Landkreis strebt eine Anschlussdichte von 40 Prozent der Haushalte an, um günstige Kosten für den Anschluss zu ermöglichen. Der Landkreis wolle den Breitbandausbau dort vorantreiben und sicherstellen, wo die Telekom als rein wirtschaftlich ausgerichtet Unternehmen, bei dem es nur ums Geld verdienen ginge, nicht investiere und die Bürger dort einfach abhänge, so der Dezernatsleiter.

Er fügt hinzu: „Auf die Jungs und Mädels von Magenta mit ihren Geschäftsgebaren bin ich sowieso nicht gut zu sprechen. Die brauchen wir auch gar nicht, wir bieten viel mehr.“ Da die Telekom nur in Ballungsräume und größere Städte investiere, fühle sich der Landkreis verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Bürger eine solche Grundversorgung erhalten.

Manz: „Daher fiel die Entscheidung im Kreistag über diese zukunftsweisende Maßnahme, die aber auch eine Investition von 50 Millionen Euro mit sich bringen wird, mit großer Mehrheit aus.“ Allerding könne der Landkreis nicht dort investieren, wo Privatunternehmen schon tätig sind. Das ist in Emmerthal, Grohnde, Lüntorf, Welsede, Amelgatzen, Ohr, Latferde und Völkerhausen der Fall. Auch der Kernort von Kirchohsen ist betroffen: „Dort haben wir schon Planungen vorangetrieben. Doch dann hat die Telekom einfach den Ausbau vorangetrieben und wir standen außen vor. Das verärgert mich maßlos, so geht man nicht mitanderen um. Das geht zu Lasten der Bürger.“

Das verärgert mich maßlos, so geht man nicht mitanderen um. Das geht zu Lasten der Bürger.

Andreas Manz, Kreisverwaltung

Dabei liefere die Telekom eine viel geringere Qualität als das Glasfasernetz. „Bei denen wird das Glasfaserkabel nur bis an bestimmte Verteilerpunkt geliefert. Dann geht es mit Kupferkabel bis ins Haus weiter. Das kann aber gar nicht so große Datenmengen liefern“, klärt der Dezernatsleiter auf. 200 Megabyte seien da schon viel. „Wir liefern ein Gigabyte an Datenvolumen – und zwar bis ins Haus“, betont Manz. Dieser Anschluss bis ins Gebäude kostet in der ersten Ausbaustufe nichts. Nur wer sich später entscheidet, wenn von der Straße ein neuer Anschluss gelegt werden muss, der wird zur Kasse gebeten. Die monatlichen Kosten sollen laut Manz auf keinen Fall über dem Telekom-Tarif liegen, der sich derzeit üblicherweise auf knapp 40 Euro beläuft. Dabei sei man aber darauf angewiesen, dass eine Anschlussquote von 40 Prozent der möglichen rund 16 100 Haushalte im Landkreis erreicht würde. „Also machen Sie Werbung in jedem Dorf für diese tolle Sachen und denken Sie auch an ältere Nachbarn. Denn mit dieser Investition in Zukunft steigt auch der Wert einer jeden Immobilie“, betont der Verwaltungsfachmann.

Derzeit liefen beim Landkreis die Ausschreibungen zu dem Projekt, wobei man bestrebt sei, einen Anbieter für alle in Frage kommenden Aufgaben zu bekommen. Manz hofft, hier im Herbst zum Abschluss gekommen so sein, um dann offensiv in die Werbung und Vermarktung zu gehen. Ende 2019 soll dann jeder Haushalt, der dabei sein möchte, angeschlossen sein.

Rolf Keller (CDU) als Ortsbürgermeister stellte fest, dass es wichtig sei, dass die Bürger im Ilsetal nicht von der allgemeinen Entwicklung abgehängt werden.

Von Matthias Bode, stellvertretender Fachbereichsleiter „Technische Dienste“ bei der Gemeinde Emmerthal, kam außerdem noch der Hinweis, dass man sich doch bei den Bauarbeiten absprechen sollte: „Nicht, das wir, wie jetzt in Hajen an der Thingstraße geplant, in diesem Jahr den Bürgersteig erneuern und im nächsten Jahr wird er wieder aufgerissen.“ Manz versprach, im Rahmen des Ausbaus auch darauf zu achten.

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