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Bildhauer Uwe Burgdorf stellt in der Golf-Lounge aus

Skulpturen aus Stein

Emmerthal/Schwöbber (nin). Uwe Burgdorf steigt durch das Fenster in sein „Rückzugsrefugium“. Sein Atelier. Mit bunter Lichterkette und Leuchtglobus. Dort arbeitet er lieber, in seiner Ideenwerkstatt, als am Ausstellungsort. Wenn er heute und morgen in der Golf Lounge auf dem Golfplatz von Schloss Schwöbber seine Skulpturen zeigt, wird er mit seinem Hut auf seinem Gartenstuhl sitzen. Den bringt er mit. Das tut ihm gut. Uwe Burgdorf ist überhaupt ein Mensch, der tut, was ihm gut tut.

veröffentlicht am 10.07.2015 um 13:17 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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 „Wenn man morgens aufsteht, die ersten ein, zwei Gedanken sind ja gute. Der Dritte ist erst schlecht. Und da muss man ansetzen.“ Seit drei Jahren macht er Yoga. Seine Altersvorsorge. „Da halte ich mich gesund und beieinander.“ Es habe schon etwas Seltsames, wenn man 60 wird und sich immernoch wie 25 fühle, meint er. „Wenn man sich liebt und pflegt, bleibt man jung.“ Burgdorf erzählt von den Menschen. Von denen, die immer sagen, „ich muss, ich muss. Für die ist das ganze Leben eine einzige Toilette“. Für Burgdorf ist es Urlaub. 24 Stunden am Tag. Weil er mag, was er tut. Um Inspiration zu bekommen, macht er manchmal zwei, drei Tage frei.

 Bei ihm zu Hause ist alles ein bisschen krumm und schief und wunderschön. Verwunschen und versteckt, keine geraden Linien an diesem Ort. Seinen Garten bewohnen Lieblingswerke – Gesichter und Labyrinthe, Sonnenuhren und Tierskulpturen lächeln beim Vorbeigehen zu. Seine Rohlinge holt er aus Thüste, Obernkirchen und dem Solling. Wenn er in dem kleinen Atelier mit dem Fenster zum Garten ist, ist er immer „völlig eingepekelt“ von diesem feinen Staub, der jetzt überall auf dem Boden liegt und ein bisschen nach Strand aussieht.

 20 Jahre arbeitet Burgdorf am Stein. Sein Vater sagte immer: „Junge, werd bloß kein Künstler.“ Seit 10 Jahren lebt er davon. Und Burgdorf sagt: „Das habe ich echt schön gemacht. Ich freu mich.“ Das man was schafft, wo die anderen was von haben, das ist Glück.

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  • Foto: nin
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  • Foto: nin

 30 Skulpturen bringt er etwa zu einer Ausstellung. Und wenn grad keiner da ist, merkt er immer, wie er da so in seinem Kokon von Kunst sitzt. „Ich bin ein unruhiger Charakter, aber für mich ist die Schönheit in der Stille.“

„Glück - Steine“: Am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr in der Golf-Lounge, Schwöbber 8.



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