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Tildas Welt inspiriert Sabine Dittrich zu kreativen Ideen aus Stoffen / Auch Filzen zählt zu den Hobbys

Skandinavischer Trend fasziniert Aerzenerin

Aerzen (sbr). „Ich sehe Tilda als Frau, die mit einem Ballkleid und Gummistiefeln aus der Tür tritt. Sie stellt Unkraut in ihre Kristallvasen und Rosen in einen alten Krug. Sie hat ihre eigene Sicht von Schönheit. Ich mag Tilda, weil ihr Unperfektes sichtbar ist, und weil sie keine Angst vor ihrer weiblichen Seite hat. Die ernste Seite des Lebens findet nicht statt in Tildas Welt. Tilda ist also eine gesunde Rettung an verregneten Tagen“, beschreibt Tone Finnanger, eine junge Designerin aus Norwegen, auf ihrer Internet-Seite den von ihr kreierten neuen Trend, der auch in Deutschland immer mehr Freunde findet. Inspirieren und anstecken lassen von dieser verspielten, scheinbar unperfekten skandinavischen Designwelt hat sich auch die Aerzenerin Sabine Dittrich. In ihrem Wintergarten lernen mittlerweile bunt gemusterte Schweinchen fliegen, tanzen funkelnde Elfen in Zweigen und tummeln sich Fingerpuppen auf einem eigens für sie entworfenen Baum.

veröffentlicht am 08.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:41 Uhr

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Da lässt sie sich bei ihrer Arbeit im Wintergarten durch nichts ablenken, denn, wie bereits beschrieben: Tildas Welt – oder in diesem Fall besser Sabines Welt – taugt zum Glücklichsein, was angesichts der vielen goldigen Stoff- und Märchenwolle-Kreationen in und auf den Regalen nicht sonderlich schwerfällt. Die Mutter von drei Kindern hat sich in dem gläsernen Anbau ihres Einfamilienhauses ein kleines Atelier eingerichtet, in dem sie ihren kreativen Hobbys freien Lauf lassen und ungestört arbeiten kann.

Durch Bekannte wurde sie vor etwa drei Jahren auf den bei uns noch relativ neuen skandinavischen Trend aufmerksam. „Eine Freundin brachte mir ein Buch mit, das mich sofort faszinierte. Ich brauche immer nur kleine Anregungen, dann ist der Anreiz da, meine eigenen Ideen auszuarbeiten. Das kommt während der kunsthandwerklichen Tätigkeit von ganz allein“, erzählt Sabine Dittrich und verziert dabei selbst genähte Filzhandschuhe mit opulenten Blüten.

Doch nicht nur Filzen und Nähen stehen bei der Autodidaktin ganz oben auf der langen Liste der Lieblingsbeschäftigungen während ihrer Freizeit. Auch handwerklich ist die 42-Jährige nicht ungeschickt, das beweist ein eigens entworfener und umgesetzter Baum für die von ihr so geliebten Fingerpuppen. „Angefangen hat alles, als meine beiden jüngsten Kinder im Kindergarten waren. Da waren kreative Mütter gefragt, die Holzosterhasen basteln konnten.

Fäustlinge sind bei Sabine Dittrich nicht nur Kälteschutz, sondern auch modisches Accessoire. „Ich brauche immer nur kleine Anregungen, dann ist der Anreiz da, meine eigenen Ideen auszuarbeiten“, sagt die Aerzenerin über ihre kunsthandwerklichen Arbeiten.

Mittlerweile sind die Kinder selbstständig, aber die Begeisterung für die Kreativität ist geblieben“, so die Hobbykünstlerin weiter. Die fein gemusterten Stoffe für ihre bunten Figuren bezieht die gelernte Friseurin über das Internet, denn nur hier bekommt sie die gewünschten Muster im skandinavischen Stil. Beim Nass- oder Trockenfilzen von Figuren, Blüten oder Schals legt sie großen Wert auf schadstoffarme Naturwolle, und auch sonst schaut Sabine Dittrich genau hin, was sie verarbeitet. „Darüber hinaus ist es mir ganz wichtig, altes Handwerk, wie zum Beispiel das Filzen, zu pflegen“, erklärt sie und arbeitet weiter an den Fäustlingen, die durch ihre Farbenpracht bestechen, sich aber keiner Moderichtung zuordnen lassen.

„Das ist das Schöne am skandinavischen Stil. Er ist einfach zeitlos. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht“, meint Sabine Dittrich. Und wer sich in ihrem Haus umschaut, der sieht genau, zu welcher Gruppe die Aerzenerin gehört: Sie mag Frauen wie Tilda!



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