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Straßenmeisterei Rohrsen hält an bestehender Regelung fest: „Sechs Sekunden sind vernünftige Zeitspanne“

Senioren klagen über zu kurze Grünphasen an Ampeln

Aerzen (jch). Als Autofahrer sind Bedarfsampeln eine lästige Behinderung, die man in Kauf zu nehmen hat. Vor allem für ältere Fußgänger aber sind diese Ampeln meist die einzige Möglichkeit, sicher über die Straße zu kommen.

veröffentlicht am 31.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:41 Uhr

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Doch reicht die Grünphase für Fußgänger aus, um auch mit einem Rollator oder einem Gehstock heile auf der anderen Seite anzukommen? Viele ältere Aerzener beantworten diese Frage mit einem deutlichen Nein. „Wenn die Ampel auf Rot umspringt, bin ich erst in der Mitte der Straße“, erklärt ein Rentner am Telefon. Er fordert eine Verlängerung der Grünphasen für Fußgänger.

Doch so einfach ist das nicht: „Die Phasen werden nicht verändert, da es dann zu anderen Problemen kommt“, erklärt Norbert Schaaf, der bei der Straßenmeisterei Rohrsen auch für die Ampeln in Aerzen zuständig ist. Die Grünphase der Fußgänger sei mehr als ein Startsignal zu sehen, erklärt der Experte. Auch nach dem Umschalten auf Rot bleibe jedem Fußgänger noch ausreichend Zeit, während der „Schutzphase“ die andere Seite der Straße sicher zu erreichen.

Die Grünphase mit einer Dauer von rund sechs Sekunden habe sich als vernünftige Zeitspanne bewährt, daran werde auch nicht gerüttelt. Schaaf begründet diese Haltung damit, dass sonst häufig Autofahrer an Ampeln stünden, aber niemand mehr zu sehen sei. Das wiederum führt dann nach Ansicht des Experten zu Verstößen gegen die Rotlichtregelung. Erst dann seien die Fußgänger wirklich in Gefahr.

Für manche Senioren etwas zu kurz: die Grünphase der Aerzener Ampeln.

Foto: Wal

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