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200 begeisterte Konzertbesucher feiern Klaus Lage in der kleinen Kultur(n)halle

„Seine Lieder geben uns Kraft“

EMMERTHAL. Seit Wochen war sein Konzert ausverkauft. Wie fast alle Veranstaltungen seiner Tour, die unter dem Motto „Ich bin viele“ steht. Schon lange vor Beginn drängten die Fans in die Halle, um mit Klaus Lage einen der Altväter der Liedermacherzunft live zu erleben.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 15:24 Uhr

Ausverkauft! Das Publikum ist gespannt – und am Ende restlos begeistert. Foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter
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„Ja, live und unplugged, da werden Jugendträume wach“, so die Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann. „Seine Aussagen haben an nichts eingebüßt; einer, der seine Träume nicht verloren hat.“ „Gänsehautmomente“ erwartete dann auch Andrea Gerstenberger. Der Emmerthaler Kulturbeauftragten war es gelungen, Klaus Lage nach einem ersten Auftritt 2013 erneut für einen Solokonzertabend zu verpflichten. Ohne großen Organisationsstab, als Einzelkämpferin („Ich bin eine one-woman-show“) hatte die 52-Jährige das alles auf die Beine gestellt.

Immer wieder holt Gerstenberger Show-Größen nach Emmerthal. „Man muss nur offen auf die Menschen zugehen, dann klappt's auch“, so ihr Geheimnis.

Freilich nicht ohne Unterstützung durch einen von Thomas Greef vertretenen namhaften Großsponsor und dem Landschaftsverband sowie vielen ehrenamtliche Helfern wie dem vierköpfigen Thekenteam um Angelika Kutschera.

Klaus Lage rockt unplugged die kleine Kultur(n)halle. Foto: eaw

Als Klaus Lage dann um 19.34 Uhr die von Thomas Schröder und anderen Technikern einen halben Tag lang vorbereitete Bühne betritt und mit „Alles kann man kaufen“ beginnt, da springt der Funke sofort über. Sicherlich in die Jahre gekommen, haben Lages Ausstrahlung, sein kratziges Timbre, die Kraft seiner Texte dennoch keinen Deut an Faszination verloren.

Und er weiß mit leicht rauer Stimme glänzend zu erzählen: von Jugendjahren, der Zeit in Berliner Clubs, dem Beginn seiner Karriere. Zwischendurch immer wieder die passenden Songs. Witzig, originell, nachdenklich, tiefsinnig. Wie das Schlachterlied: „Denn er ist ein Schlachter, kein Schwein tut ihm leid.“ Lage erzählt von der „Schlangengrube Showbizz“, verströmt Lebenserfahrung und Gelassenheit.

„Ja, seine Lieder gaben und geben einem Kraft“, sagt auch Gotthard Feist, der im Rollstuhl sitzende erste Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung im Landkreis Hameln-Pyrmont. „Freunde und Leute wie er, die haben mir in schweren Zeiten viel Positives gegeben.“ „Eine Verbindung zu einer anderen Generation“, sieht Constantin Grosch in den Liedern Lages. „Das ist für uns alle auch heute ein Zugewinn.“ Und Julia Junge-Griese, die Frau des Hamelner Oberbürgermeisters, will in der zweiten Reihe das Konzert „einfach nur ganz privat genießen.“

Im zweiten Teil bringt Lage die erwarteten „Klassiker“ wie „Faust auf Faust, den Titelsong zum Schimanski-Film, ein zu Herzen gehendes „Wenn Gott ein Berber wäre“ und dann endlich, ersehnt, umjubelt, vom ganzen Saal lautstark mitgesungen die Klaus-Lage-Hymne „Tausendmal berührt…“. Auch seine „absolute Frau“ wird von 200 Besuchern sehr textsicher, mitunter sogar im Wechselgesang, mitgesungen. Die Halle bebt nur so vor Emotion. Lage ist spürbar angetan von der Begeisterung. „Was für ein schöner Abend mit Euch, danke, danke“, sagt er am Schluss.

„Einfach großartig“, findet auch Landschaftsverbandschefin Ute Fehn das alles. „Großartige Erinnerungen! Wir sind ja damit groß geworden und Lage ist einer, der vielen Jüngeren wie etwa Johannes Oerding inhaltlich und stimmlich als Vorbild dient.“

Nicht enden wollender Applaus, stehende Ovationen und mehrere Zugaben ließen diesen denkwürdigen Auftritt ausklingen. Andrea Gerstenberger hatte recht gehabt. „Das war Gänsehaut pur.“ „Hoffentlich wieder einmal“, so Lage. Gerne, doch bitte nicht erst wieder in sechs Jahren.



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