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Eine überaus turbulente Seefahrt

Sechs in einem Bett bei der Reinerbecker Bühne

REINERBECK. „Sechs sind zu viel in einem Bett“, heißt die neue Komödie der Reinerbecker Bühne, für die in Text und Regie Kerstin Hartje verantwortlich zeichnet. Zum neunten Mal bringt sie ein Theaterstück auf die Bretter, die für die neun Laiendarsteller in sechs Aufführungen „die Welt“ bedeuten.

veröffentlicht am 26.02.2018 um 17:03 Uhr
aktualisiert am 26.02.2018 um 20:30 Uhr

Maritim geht es diesmal zu auf der Reinerbecker Bühne. Foto: wj
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Autor

Willi Jürgens Reporter
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Mit einem Segelschiff entspannt eine Seefahrt zu genießen, ist für viele ein Traum – doch die Praxis sieht oft anders aus. So auch für die sechs Reisenden Gaby Jansen (Kerstin Hartje), Tochter Lilli Mariella Jansen (Anna Marie Hartje), Oma Rosi Jansen (Dagmar Koppmann), Ole Anders (Rainer Hillmann), Mila Anders (Birgit Häsler), Pfarrer Pepe Gottschalk (Marc Temme) und dazu Kapitän Mick Petersen (Carsten Strasdat) mit seinem Matrosen Hein (Nico Hillmann). Das heillose Durcheinander beginnt bereits bei der Einschiffung, als sich herausstellt, dass die einzige Kabine an Bord nur ein einziges Bett hat und fatalerweise eine Doppelbuchung vorliegt. Doch das blaue Mittelmeer lockt, die Sonne lacht vom Himmel – zurücktreten will niemand. Kapitän Mick Petersen rauft sich die Haare, die Pfeife fällt ihm fast aus den Zähnen und dem Matrosen Hein reißen die Hosenträger – doch der schafft es, alle unterzubringen: Sechs in einem Bett!

Dass das mit einem Pfarrer, einem sich ständig kabbelnden Ehepaar, einer dementen Oma, einem Teenager und einem dem Alkohol zusprechenden Matrosen nicht gutgehen wird, ist programmiert. Nicht nur in der Kabine, auch an Deck herrscht das reinste Chaos. Der Kapitän schwört: „Das wird meine letzte Fahrt!“ Ebenso klar: Mit Gliederschmerzen an allen möglichen Stellen schälen sich die sechs Passagiere am nächsten Morgen aus dem viel zu kleinen Bett nach einer turbulenten Nacht. Welche Freude, als dann der Schrei „Land in Sicht!“ ertönt. Der Heimathafen rückt näher und schließlich können alle von Bord. Auch der Pfarrer, aber ist der wirklich ein Gottesmann?

Mit Spielfreude, Witz und Humor sind die Darsteller bis zum Schluss „voll in Action“, sicher geführt von Caroline van Riet als Souffleuse. Südländisches Flair und Segelschiffromantik bieten Kulissen und Requisiten, an denen Kerstin, Anna Marie und Felix Hartje so manchen Tag gewerkelt haben, unterstützt von Frank Glöckner mit seinen Fotos. Und nicht zu vergessen die Jugendfeuerwehr und Theaterfreunde „als Helfer vor Ort“. Sie alle sorgen mit dem Theater-Ensemble und den Sponsoren für gelungene Theaterabende in Reinerbeck. Nach den drei Vorstellungen im Februar gibt es noch drei weitere im März, und zwar am Freitag, 2. März, 19.30 Uhr, am Samstag, 3. März, und Sonntag, 4. März, jeweils um 18 Uhr. Der Erlös ist für die Jugendfeuerwehr und für Sanitärarbeiten im Dorfgemeinschaftshaus bestimmt.

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