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Aerzener Verein führt „Schwanensee“ im Hamelner Theater auf / 20-jähriges Bestehen im März

Schwäne und Hofdamen beim Ballettverein

Aerzen (sbr). Im März dieses Jahres kann der Ballettverein Aerzen e.V. auf sein zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken und nimmt dies zum Anlass, Peter Tschaikowskis „Schwanensee“ – das Ballett unter den Balletten – auf die Bühnenbretter des Hamelner Theaters zu bringen.

veröffentlicht am 02.02.2009 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:41 Uhr

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„Nachdem unsere Aufführungen der beiden Tschaikowski-Ballette ,Der Nussknacker‘ im Jahr 2002 und ,Dornröschen‘ fünf Jahre später, große Erfolge hatten verbuchen können, wagen wir uns zum zwanzigjährigen Bestehen unseres Vereins an ein weiteres Stück des russischen Komponisten“, sagt Ulrich Seidel, Vorsitzender des Vereins. „Über hundert Mitwirkende werden dieses Ballett in enger Anlehnung an die Choreografie von Marius Petipa und Lew Iwanow interpretieren“, macht Ulrich Seidel, auf die Aufführung am Sonntag, 8. Februar, um 16 Uhr im Theater in Hameln neugierig.

„Kostüme sind das

große Geheimnis“

Seit August 2007 leitet Iris Witte, eine diplomierte Ballettlehrerin für den klassisch-akademischen Tanz das Training der Ältesten und beaufsichtigt die anderen Gruppen, die von erfahrenen Vereinsmitgliedern trainiert werden. „So wurde die Arbeit unseres Vereins aus der Laienperspektive in die exponierte Form einer vorprofessionellen Arbeit gelenkt“, konnte Ulrich Seidel in den vergangenen Monaten beobachten. Gleichzeitig legt er aber großen Wert auf die Feststellung, dass die tänzerische Umsetzung der Aufführung „Schwanensee“ ausschließlich in den Händen der erfahrenen Vereinsmitglieder liegt. Für die Kostüme zeichnet wieder einmal Ilse Rochau, Kostümbildnerin und Ehrenmitglied des Vereins, verantwortlich. „Noch sind die Kostüme das große Geheimnis der Aufführung, aber soviel sei schon einmal verraten: In diesem Jahr hat sich Ilse Rochau selbst übertroffen“, macht Ulrich Seidel neugierig auf kleine und große Schwäne, Hofdamen und Höflinge.

Inga Flecke, die den „Siegfried“ in der diesjährigen Aufführung tanzt, kann anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins ihr ganz persönliches Vereinsjubiläum feiern. Sie tanzt als einziges Vereinsmitglied bereits ebenfalls seit 20 Jahren aktiv im Aerzener Ballettverein. Obwohl mittlerweile als Außenhandelskauffrau mit berufsbegleitendem Studium in Hannover stark eingespannt, nimmt sich die 23-Jährige dreimal in der Woche Zeit, um selbst in Aerzen zu üben oder ihre Gruppe zu trainieren. Darüber hinaus bekleidet sie seit Februar letzten Jahres das Amt der Tanzwartin im Vereinsvorstand.

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„Ich kann mich noch gut an meinen ersten Auftritt als Fliegenpilz erinnern. Damals war ich gerade vier Jahre alt“, so Inga Flecke, für die besonders bemerkenswert ist, dass der Verein den Sprung von den Sporthallen-Aufführungen ins Hamelner Theater erfolgreich gemeistert hat. „Wir sind zwar keine Profis, aber wir bemühen uns, jedes Ballett so gut wie möglich nachzutanzen“, so der Anspruch der jungen Aerzener Balletttänzerinnen, die jetzt, in der heißen Vorbereitungsphase unmittelbar vor dem großen Auftritt, fast täglich trainieren.

Das gilt vor allem für Kristin Wolthausen, die sowohl die „Odette“ als auch die „Odille“ im Ballettstück „Schwanensee“ tanzen wird. „Üben, üben, üben“, lautet die Devise der 13-jährigen Hauptdarstellerin, die für die verletzte Kora Hönings einspringen musste. Ebenfalls verletzungsbedingt fehlt bei der Aufführung die stellvertretende Vereinsvorsitzende, Bine Lindert. Sie zog sich beim Handballspiel einen Kreuzbandriss zu und wird von Kerstin Kinser in der Rolle des „Rotbart“ vertreten. Die Mutter von zwei Kindern genoss bereits ihren „Ballettruhestand“, ließ sich aber in diesem besonderen Fall von Ulrich Seidel reaktivieren.

Verein sucht

Nachwuchstänzer

Nach der Aufführung nimmt der Aerzener Ballettverein auch gern wieder Nachwuchstänzer und -tänzerinnen auf. „Wir haben unsere Trainingszeiten dem Nachmittagsunterricht an den Schulen angepasst und nach hinten verlegt“, so die Trainerinnen Sarah Schaper, Inga Flecke, Kora Hönings, Mara Keller, Vanessa Grote, Carolin Bengtson und Charlotte Quednau. Nähere Informationen erteilen Ulrich Seidel, Tel. 05151/12371 und Inga Flecke, Tel. 05154/1598.

Karten für die Aufführung „Schwanensee“ im Theater Hameln am Sonntag, 8. Februar, um 16 Uhr gibt es im Vorverkauf im Dewezet-Ticketshop, Tel. 05151/200888 und an der Theaterkasse, Tel. 05151/916220. Erwachsene zahlen auf allen Plätzen 8,80 Euro (an der Abendkasse 8 Euro), Kinder 4,40 Euro (an der Abendkasse 4 Euro).



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