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Regelmäßige Führungen / Stiftung Rittergut Hämelschenburg hofft auf neue Zielgruppen

Schloss öffnet heute wieder seine Pforten

Hämelschenburg (cb). Das Schloss Hämelschenburg startet in die neue Saison – ab heute werden in der Renaissanceanlage wieder die Besucher zu Führungen erwartet. „Anmeldungen liegen aus dem gesamten Bundesgebiet vor“, berichtet Lippold von Klencke von der Schlossbesitzerfamilie. Durch verschiedene Kooperationen erhofft sich die Familie, neue Zielgruppen zu erschließen, die in den nächsten Monaten die Räume des Schlosses mit ihren wertvollen Möbeln und Gemälden sowie Porzellan-, Waffen- und Glassammlungen besichtigen und bei den Führungen die über 550-jährige Geschichte des Rittergutes erleben können.

veröffentlicht am 31.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:41 Uhr

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Hilfreich bei der Vermarktung sei der Verband Weserbergland Tourismus, außerdem sei es sehr zu begrüßen, dass die Hameln Marketing und Tourismus GmbH am 17. Juli eine Veranstaltung mit Comedy und Jazz anlässlich des Schlösserfestivals in Hämelschenburg durchführe. Fruchtbar nennt von Klencke ebenso die Arbeitsgemeinschaft „Faszination Schlösser im Leine- und Weserbergland“, die durch eine neue Form der Kooperation – ein Flyer ist in einer Auflage von 70 000 Exemplaren erschienen – zusätzliche Gäste in die Region und damit auch an die Emmer locken will. Einen weiteren Werbeeffekt erwartet die Stiftung Rittergut Hämelschenburg darüber hinaus durch einen neuen Prospekt des Landkreises, der die schönsten historischen Parkanlagen präsentiert.

„Für uns erfreulich und wichtig“, so merkt Lippold von Klencke an: Das Schloss liege jetzt am Hauptweg des Pilgerweges Loccum – Volkenroda, nachdem es auf dieser Route bislang nur als Abstecher genannt worden war. „Schließlich sind Pilger bei uns immer schon willkommen gewesen“, verweist er auf die geschichtliche Tradition. Sogar eine Pilgerhalle gibt es in Hämelschenburg.

Zwei bedeutende Exponate aus dem Schloss sollen übrigens von Mai bis September im Weserrenaissance-Museum Brake bei Lemgo zu sehen sein, wo sich die Stiftung an einer Ausstellung beteiligt. Zu sehen sein werden dort das Richtschwert und die Wittenberg-Bibel von 1584. „Beides hängt eng mit unserer Geschichte zusammen“, so von Klencke. „Das Richtschwert ist Ausdruck der höheren Gerichtsbarkeit, die Bibel drückt das reformatorische Glaubensverständnis der Schloss-erbauer aus.“

Carlheinz Lehmann aus dem Sächsischen war gestern bereits in Hämelschenburg. Auch wenn er da noch auf eine Führung verzichten musste: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hielt er mit der Kamera fest.

Noch nicht äußern will sich Lippold von Klencke zu Plänen, die Infrastruktur für die Besucher zu verbessern. In der vergangenen Woche hatte die Leader-Lenkungsgruppe beschlossen, die Stellflächen-Erweiterung und eine Mauersanierung am Schloss als Projekt aufzunehmen. Insgesamt 65 Stellplätze für Pkw sollen danach in Hämelschenburg am bisherigen Standort entstehen, außerdem sollen die Natursteinmauer an der Zufahrt saniert und die Bus-Fahrspur befestigt werden. Die Bruttokosten werden mit knapp 120 000 Euro angegeben. Finanziert werden soll das Projekt aus EU-Mitteln und mit Geldern des Landkreises, der Gemeinde und der Schlossbesitzer.

Schlossführungen täglich außer Montag (mit Ausnahme an Feiertagen) um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr.



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