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Mehrere Straßen marode – doch den Emmerthalern fehlt das Geld für eine ordentliche Sanierung

Schlagloch an Schlagloch

KIRCHOHSEN/EMMERN. Es waren die maroden Straßen im Gemeindegebiet, mit denen sich die Emmerthaler Politiker beschäftigen mussten. Die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindewerke und Technik verschafften sich vor Ort in der Industriestraße in Emmern sowie in den Straßen Am Bahnhof und An der Rischmühle einen Überblick über die Schäden. Die Gemeindeverwaltung sieht dringenden Handlungsbedarf für kurzfristige Baumaßnahmen, wenn auch nur als Zwischenlösung für eine teure Komplettsanierung.

veröffentlicht am 31.05.2016 um 13:50 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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Die Industriestraße in Emmern ist an vielen Stellen in einem desolaten Zustand. Großflächig ist die Teerdecke aufgebrochen, Schlagloch reiht sich an Schlagloch, es gibt Risse und Fahrbahnabsenkungen. Und deshalb ist Matthias Bode, als stellvertretender Fachbereichsleiter „Technische Dienste“ für den Straßenbau zuständig, der Meinung: „Hier muss dringend etwas getan werden. Wir müssen unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen.“ Da reichten wie bisher kleinere Flickarbeiten durch den Bauhof nicht mehr aus. Eine komplette Sanierung der Straße, bei der auch die schadhafte Kanalisation oder die Trinkwasserleitung erneuert werden müssten, würde 300 000 Euro kosten. Das könne sich die Gemeinde derzeit nicht leisten. Daher regt Bode an, ähnlich wie an der Berliner Straße, die schlimmsten Stellen großflächig durch eine Fachfirma sanieren zu lassen, in dem die Teerdecke bis auf die Schotterschicht abgetragen und dann wieder neu aufgebaut wird. Die Kosten würden sich auf 30 000 Euro belaufen. Auch über die Finanzierung hat sich Bode Gedanken gemacht: „Es könnten Mittel aus dem Haushaltsübertrag von 2015 verwendet werden, die zur Verfügung stehen.“

Die Politik schätzt dies positiv ein. Dass hier etwas geschehen müsse, war auch den Ausschussmitgliedern klar. Rudolf Welzhofer (CDU) stellte fest, dass auch der Ortsrat Emmerthal die Erneuerung dieser Straße auf der Prioritätenliste an die erste Stelle gesetzt hat. Bei der Sanierung werde allerdings der Bürgersteig nicht ausgebaut. Sei auch nicht nötig, da hier kaum Anwohner, sondern vielmehr Firmen angesiedelt seien, die angefahren werden, stellten die Politiker fest. Die Frage, ob es denn kurzfristig zu massiven Problemen bei den ebenfalls sanierungsbedürftigen Abwasserleitungen kommen könnte und dann die „neue“ Straße wieder aufgerissen werden müsse, konnte allerdings niemand beantworten. In Emmern ist aber auch die Straße In der Meinte ein Problemfall, wobei hier mit geringen Mitteln Ausbesserungsarbeiten stattfinden sollen.

Anders sieht es auch nicht mit den Straßen Am Bahnhof und An der Rischmühle in Kirchohsen aus. Auch hier die gleichen, massiven Schäden, wobei ein nahes Alten- und Pflegeheim auch schon auf Sanierung der Straßenschäden pocht. Hier möchte Bode den Bereich zwischen den Silos der Genossenschaft und dem Bahnübergang auf 163 Metern durchgängig sanieren, ebenfalls mit einem Abtrag und Neuaufbau des Teerbelags. Das würde 86 000 Euro kosten. „Und die haben wir nicht“, stellen auch hier die Politiker übereinstimmend fest. Daher sollen auch bei diesen beiden Straßen die am stärksten betroffenen Stellen großflächig nach dem gleichen Verfahren wie in der Industriestraße ausgebessert werden.

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