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Gebäude in Grupenhagen seit Jahren sich selbst überlassen / Politiker fordern Kostenschätzungen

„Schandfleck“ – Abrisspläne für alte Schule

Grupenhagen (sbr). Einen „Schandfleck, an dem nie was gemacht worden ist“ nannte Ortsratsmitglied Dietrich Senke (SPD) die alte Schule in Grupenhagen. Unterrichtet wird in dem Gebäude, das 1899 errichtet wurde, schon lange nicht mehr. 1972 verließen die letzten Schüler sowie der Lehrer die Klassenräume, die fortan unter anderem als Asylantenwohnungen und Jugendraum genutzt wurden. Investitionen in den Erhalt des in Gemeindebesitz befindlichen Gebäudes wurden schon lange nicht mehr getätigt.

veröffentlicht am 13.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:41 Uhr

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Der marode Schornstein und die überlaufenden Dachrinnen sind nur einige der von außen deutlich sichtbaren Gebäudeschäden. Erst im Gebäudeinneren offenbare sich das ganze Ausmaß, wissen Ortskundige zu berichten. Ortsbürgermeister Friedhelm Senke und seine Fraktionskollegen Daniel Pape und Jürgen Ritter sehen den Flecken Aerzen bezüglich der Verkehrssicherung in Zugzwang und fordern ein rasches Handeln. Aus diesem Grund hat der Ortsrat Grupenhagen eine zeitnahe Besichtigung des Gebäudes vereinbart und beauftragte die Gemeinde, die Kosten für die Instandhaltung zu ermitteln. Parallel dazu soll festgestellt werden, wie teuer der Rückbau der alten Schule wäre.

„Wir müssen uns einen ungefähren Überblick über die grundlegenden Kosten verschaffen und dann über die Zukunft des Gebäudes entscheiden“, so der Ortsbürgermeister. „So, wie die alte Schule in der Vergangenheit vonseiten der Gemeinde behandelt wurde, war für die Verwaltung bereits seit Jahren klar, dass das Gebäude wegkommt“, ist Dietrich Senke der Ansicht. Um allein die Sanitäranlagen in Schuss zu bringen und die Feuchtigkeit im Gebäude einzudämmen, müssten mindestens 40 000 bis 50 000 Euro investiert werden, schätzt das Ortsratsmitglied. Eine grundsätzliche Entscheidung unter Berücksichtigung des Willens der Bevölkerung forderte Friedrich Pettig von den Grünen. „Es geht darum, diesen Schandfleck wegzubekommen“, so auch seine Ansicht. Er persönlich favorisiert offensichtlich bereits einen Abbruch. Eine Dorfplatzgestaltung, bei der sich die Bevölkerung mit Vorschlägen und tatkräftiger Unterstützung einbringen könne, ähnlich wie in Groß Berkel, wäre seiner Meinung nach wünschenswert. Nicht in seinem Sinne wäre hingegen eine Situation wie auf dem Gelände der alten Brotfabrik in Aerzen. Er wolle nicht einige Jahre lang auf einen Schotterplatz blicken, so Pettig. Erster Gemeinderat Andreas Wittrock stimmte der Meinung des Ortsrates zu. Mittel in ein Haus ohne sinnvolle und vernünftige Verwendung zu investieren, sei eine Verschwendung von Steuermitteln, so Wittrock.



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