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Gemeinde hofft weiter auf neuen Pächter für das Vithal-Center / Komplettangebot erhalten

Sauna-Insolvenz heizt die Gerüchteküche an

Emmerthal (cb). Für die seit Ende Mai geschlossene Sauna am Hallenbad in Kirchohsen zeichnet sich noch keine Lösung ab. Die Gemeinde Emmerthal als Vermieterin des Vithal-Centers mit Erholungs- und Wellnessbereichen auf 600 Quadratmetern bemüht sich aber weiterhin, einen Pächter zu finden, wie Bürgermeister Andreas Grossmann sagt. Damit widersprach er „vielen Gerüchten, die gestreut werden“. Verstärkt worden seien sie, als schließlich noch die massive Kelo-Außensauna demontiert worden sei. „Plötzlich hieß es, die Gemeinde will jetzt die Sauna plattmachen“, weiß er vom Hörensagen. Dabei habe es sich aber weder um Eigentum der Gemeinde noch des früheren Betreibers, sondern um ein Leasing-Modell gehandelt. Und: Die Gemeinde wäre finanziell überhaupt nicht in der Lage gewesen, diese Außensauna zu übernehmen, sagt der Bürgermeister. Wobei er grundsätzlich die Meinung der zuständigen Fachbereichsleiterin Susanne Jürgens teilt: „Für die Bürgerschaft macht es Sinn, die Sauna wieder ins Laufen zu bringen.“

veröffentlicht am 09.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:41 Uhr

Rund 8000 Besucher jährlich zählte die 2003 aufwendig sanierte S
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Für die Gemeinde übrigens auch – schließlich entgehen ihr Mieteinnahmen. Als 2003 das Hallenbad saniert und erweitert wurde, hatte sie gleichzeitig eine Menge Geld für die Sauna ausgegeben. Von über einer halben Million Euro war damals die Rede. Die Opposition sprach 2003 sogar von einer Subventionierung der Sauna von 20 000 Euro jährlich. Das allerdings war vor der Amtszeit von Bürgermeister Grossmann, weshalb er sich nicht zu Einzelheiten früherer Entwicklungen äußern möchte. Doch aktuell bestehe schon ein großes Interesse, einen Mieter zu finden, handele es sich schließlich auch noch um Abschreibungen.

Bislang habe es einen ernsthaften Interessenten für das Vithal-Center gegeben. Nachdem er sich mit dem wirtschaftlichen Umfeld befasst habe, sei er wieder abgesprungen, heißt es aus dem Rathaus. Die Zahl von etwa 8000 Besuchern jährlich sei offensichtlich für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausreichend, so Grossmann. Offenbar müsste der Marketingbereich verstärkt werden. Zwar sei die Sauna in Emmerthal konkurrenzlos, doch im Umland gebe es beispielsweise in Aerzen, Bad Pyrmont und Salzhemmendorf gut angenommene Einrichtungen. Dem früheren Betreiber – Ende April hatte er den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt – sei die Gemeinde bereits weit entgegengekommen, als sich Probleme abgezeichnet hätten. Die Miete sei nicht unwesentlich reduziert worden. „Das war das absolute Minimum“, sagt Grossmann. Ziel dabei sei gewesen, mit Sauna und Hallenbad ein Komplettangebot vorzuhalten, wie Susanne Jürgens ergänzt. Zwar hegt der Bürgermeister „im Stillen die Hoffnung, dass sich vielleicht ein Verein der Saunagänger gründet“, doch zunächst soll über eine Annonce noch einmal der Versuch unternommen werden, einen Pächter zu finden. Um Kosten gerade beim Personal – neben der Energie der große Brocken – zu sparen, hatte die Gemeinde sich übrigens Anregungen aus Marienmünster erhofft. Doch auch dort habe sich beim Hallenbad mit Sauna laut Susanne Jürgens herausgestellt: „Es muss weiter stark subventioniert werden.“

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