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Gespräch zur Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket / Schule Kirchohsen favorisiert

Sanierung soll langfristig sparen helfen

Emmerthal (jhe). Über die Nutzung der finanziellen Mittel aus dem Konjunkturpaket beraten in Emmerthal derzeit noch die beiden großen Fraktionen. Ein interfraktionelles Gespräch ist laut Bürgermeister Andreas Grossmann für den 22. April geplant, bevor der Rat am 5. Mai endgültig über die Verwendung des Geldes entscheiden wird.

veröffentlicht am 15.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

Der Antrag für die Sporthalle Amelgatzen muss Ende April eingere
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„Hoffnungsfroh“ zeigt sich Andreas Grossmann, dass sein Wunschprojekt, die energetische Sanierung der Grundschule Kirchohsen, beschlossen werden soll. Der Bürgermeister ist vor allem von der langfristigen und nachhaltigen Wirkung für die Kommune überzeugt. „Dieser Bau aus den 70er Jahren ist einer unserer Hauptenergieverbraucher.“

Neue Fenster, eine Sanierung der Fassade und der Heizungsanlage bedeuteten deutliche Energieeinsparungen für die Gemeinde. Grossmann ist überzeugt, dass dadurch der Eigenanteil von etwa 110 000 Euro in zehn bis zwölf Jahren amortisiert werden könne.

Ein Projekt „richtig durchführen“

Um eine „langfristige und nachhaltige“ Wirkung für die Kommune zu erzielen, ist es Grossmann wichtig, möglichst nur ein Projekt zu unterstützen „und das richtig durchzuführen“. Denn nur so könne laut Aussage des Bürgermeisters der Haushalt nachhaltig profitieren und die Kommune handlungsfähiger gemacht werden.

Ein Antrag für das Projekt müsse nach der Ratssitzung nicht gestellt werden, um das Verfahren in der „besonderen konjunkturellen Situation“ zu beschleunigen, erklärt Grossmann. Im Falle einer Einigung während des interfraktionellen Gespräches will der Bürgermeister gleich darauf Kontakt zu einem Ingenieurbüro aufnehmen, das ein Konzept für die Sanierung aufstellt.

Neben den pauschalen Investitionsmitteln aus dem Konjunkturpaket II versucht Emmerthal, noch auf andere Sondertöpfe zuzugreifen. Einer davon ist der kommunale Sportstättenbau. Grossmann wünscht sich eine energetische Sanierung der Sporthalle Amelgatzen. „Ein anderes Projekt, das wir aus diesem Topf fördern lassen könnten, haben wir nicht. Wir wären dumm, wenn wir diese Möglichkeit an uns vorbeistreichen lassen“, erklärt Grossmann die Wahl. Das Investitionsvolumen dieser Maßnahme werde voraussichtlich 550 000 Euro betragen. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 20 Prozent. Bis zum 30. April muss der Antrag eingereicht werden.

Ein weiterer Sondertopf, aus dem die Gemeinde schöpfen will, ist der Förderschwerpunkt Schulinfrastruktur, der sich in Medienausstattung und Schulbau unterteilt. Die 40 000 aus letzterem Topf werden laut Grossmann „wahrscheinlich erst 2010 verbaut“. Ein Konzept für die Medienausstattung solle hingegen noch bis zum 30. Juni dieses Jahres zusammen mit den Schulleitern entwickelt werden. Bis dahin solle im Nachtragshaushalt allen vier Grundschulen ein Betrag zugeteilt werden, der sich nach der Anzahl der Schüler berechnet.

„Schade“ findet der Bürgermeister, dass die Förderungen zweckgebunden sind. Denn die Kommune habe „einen größeren Investitionsstau“. So müssten Straßen und Bürgersteige erneuert werden, was allerdings aufgrund der Haushaltslage erstmal nicht möglich sei, da keine Kredite aufgenommen werden dürften.

Lediglich für die Kofinanzierung der staatlichen Förderungen sei die Kreditaufnahme laut Grossmann automatisch genehmigt. Rund 230 000 Euro muss die Gemeinde an Eigenmitteln aufwenden. Nach Angaben des Bürgermeisters beträgt die gesamte Investitionssumme rund eine Million Euro.

Über eine energetische Sanierung der Grundschule Kirchohsen wird nächste Woche in einem interfraktionellen Gespräch beraten.

Fotos: Dana



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