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22 000 Euro Mehrkosten

Sanierung des Pfarrhofs Groß Berkel wird teurer als gedacht

GROSS BERKEL. Nicht, wie von vielen vermutet, der Platz vor der Kirche, der sogenannte Kirchhof, auf dem am ersten Adventswochenende der Weihnachtsmarkt stattfindet, erhält eine Pflasterung, sondern der Hof des Pfarrhauses mit der Pfarrscheune. Doch diese wird teurer als ursprünglich gedacht.

veröffentlicht am 14.04.2019 um 15:31 Uhr

Bei den Sanierungsarbeiten des Pfarrhofes stießen die Bauarbeiter auf einen mit riesigen Bruchsteinplatten abgedeckten Hausbrunnen. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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„Schon leichter Regen hat den Hof in der Vergangenheit regelmäßig in eine Pfützenlandschaft verwandelt. Für die Besucher des Gemeindesaals in der Pfarrscheune machte das den Weg beschwerlich“, erklärt Groß Berkels Pastor Simon Pabst die Baumaßnahme. Im Zuge der Dorferneuerung war die Pfarrhof-Sanierung in das Förderprogramm aufgenommen worden und viele Groß Berkeler hegten bereits Hoffnungen, auch bei unbeständigen Wetter zukünftig die Kirche und den beliebten Weihnachtsmarkt „trockenen Fußes“ erreichen zu können. „Eine Pflasterung des Kirchhofes wäre aufgrund des dichten und alten Baumbestands rund um die St.-Johannes-Kirche nahezu unmöglich. Das mächtige Wurzelwerk würde die Steine immer wieder anheben und so Stolperfallen entstehen lassen“, erklärt Pastor Pabst. Mit der Pflasterung des Pfarrhofes können Besucher nun nicht nur komfortabler das Pfarramt erreichen, auch ein barrierefreier Zugang zur sanierten Pfarrscheune, die den Gemeindesaal beherbergt, konnte danke einer in die Pflasterung integrierten Rampe realisiert werden. „So können beispielsweise Senioren mit Rollatoren oder Mütter mit Kinderwagen unsere Angebote wie Seniorennachmittage oder Krabbelgruppen problemlos erreichen.“

Eigentlich ist der Förderzeitraum des Dorferneuerungsprogramms bereits abgelaufen, doch die Kirchengemeinde hat eine Verlängerung beantragt, da sich die Umsetzung der genehmigten und in die Bezuschussung aufgenommenen Baumaßnahme unter anderem durch Vorgaben des Denkmalschutzes und des Landeskirchenamtes immer wieder verzögerte. „Bei der Rampe handelt es sich mittlerweile um die sechste Variante“, berichtet Pabst. Im Zuge der Bauarbeiten, die von der Firma Emmerthaler Tiefbau durchgeführt werden, wird nicht nur der Pfarrhof mit einem mit dem Denkmalschutz abgestimmten Pflaster versehen, im Untergrund wurden auch die Schmutz- und die Regenwasserableitungen getrennt und der alte Kanal saniert. Bei diesen Maßnahmen stießen die Bauarbeiter in der Einfahrt zum Pfarrhof auf den alten, von zwei Steinplatten abgedeckten Hausbrunnen in Nachbarschaft zu einer großen Linde. „Bedingt durch den alten Baum muss in diesem Bereich sowieso auf eine bündige Pflasterung verzichtet werden. Das wiederum ermöglicht uns Gestaltungsfreiraum“, erklärt Pastor Pabst. „Der alte Brunnen könnte freigelegt und gemeinsam mit der Linde in ein Beet integriert werden“, entwickelt Küster Jörg Kapust bereits Ideen.

Ursprünglich war die Pflasterung des Pfarrhofes mit 38 000 Euro veranschlagt worden. Aus dieser Summe errechnet sich der Förderbetrag aus dem Dorferneuerungsprogramm von 17 250 Euro. Mittlerweile belaufen sich die Gesamtkosten inklusive der Kanalbauarbeiten auf über 60 000 Euro. „Die ohnehin notwendige Kanalbau-Maßnahme bietet sich an, wenn der Untergrund des Hofes in Vorbereitung auf die Pflasterung sowieso bearbeitet wird. Die Kanalsanierungskosten werden von der Landeskirche getragen. Die Kosten für die Pflasterung bezuschusst der Kirchenkreis, dennoch hat die Kirchengemeinde trotz der Dorferneuerungsförderung noch den Löwenanteil zu tragen“, macht der Pastor deutlich. Die Sanierung des Pfarrhofes ist eine der letzten Maßnahmen im Groß Berkeler Dorferneuerungsprogramm. Sie muss bis zum Herbst 2019 abgerechnet sein, solange läuft die Verlängerungsfrist für dieses Projekt.

Zukünftig wird der Gemeindesaal in der Pfarrscheune über eine Rampe barrierefrei zu erreichen sein, stellt Groß Berkels Pastor Simon Pabst in Aussicht. Foto: sbr


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