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Suche nach Lösungen für Dorfgemeinschaftshaus Emmern

Sanieren oder Neubau? Debatte um Treffpunkt geht weiter

EMMERTHAL. Was wird aus dem Dorfgemeinschaftshaus in Emmern? Diese Frage dürfte die politischen Gremien und die Verwaltung der Gemeinde noch lange beschäftigen. Ein Punkt ist aber allen Beteiligten trotz unterschiedlicher Vorgehensweisen wichtig: Der Kernort von Emmerthal benötigt weiter Räume als Treffpunkt.

veröffentlicht am 25.01.2017 um 14:35 Uhr
aktualisiert am 26.01.2017 um 15:00 Uhr

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Das machte die Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Soziales und Kultur deutlich. Sie mündete nach kontroversen Diskussionen in dem einstimmigen Beschluss, gemeinsam mit allen Nutzern und Entscheidungsträgern alle Möglichkeiten zu nutzen und eine verlässliche Basis für die weiteren Planungen zu schaffen.

Sowohl die Gruppe von SPD und Grünen als auch die von CDU und FWE gaben in der Sitzung ein klares Bekenntnis für das Dorfgemeinschaftshaus ab. „Doch wir müssen offen für alle Vorschläge und Überlegungen sein, um eine zukunftsträchtige Lösung zu finden“, betonte Ruth Leunig (SPD). „Das muss im Sinn von uns allen sein.“ Sie widersprach damit zugleich entschieden dem Vorwurf von Rolf Keller (CDU), SPD und Grüne hätten die Schließung des Dorfgemeinschaftshauses in Emmern und einen Neubau schon fest auf dem Plan.

Unumstritten blieb in der Sitzung: Um den Bürgern in Emmern und Kirchohsen auch in Zukunft ein so wichtiges Dorfgemeinschaftshaus zu bieten, muss viel Geld investiert werden. Um entweder das in die Jahre gekommene und den (vor allem) Brandschutzanforderungen nicht mehr gerecht werdende Gebäude zu renovieren oder aber durch einen Neubau zu ersetzen. Die im Raum stehenden Kosten reichen von 350 000 (Brandschutz) bis hin zu 2,5 Millionen Euro (Neubau). „Es sind noch keine realistischen Zahlen vorhanden“, machte Bürgermeister Andreas Grossmann deutlich, und er warnte davor, mit noch nicht belegbaren Berechnungen die Diskussionen zu führen und für Unsicherheit zu sorgen.

Für SPD/Grüne brachte Dominik Petters den Antrag ein, die Ansätze für die Ausgabe von Haushaltsmitteln für die Brandschutzmaßnahmen mit einem Sperrvermehr zu versehen, bis nicht ein Infrastrukturkataster für das Dorfgemeinschaftshaus erstellt ist und die Kosten für den Abriss und dem möglichen Neubau berechnet sind. Zugleich sei das ebenfalls marode TSG-Sportheim in die Planungen einzubeziehen und für den Kinderbetreuungsverein eine Containerlösung zu erwägen, falls bei entsprechenden Auflagen der Bauaufsicht die Räume nicht mehr genutzt werden können. Diesem Antrag wollten CDU und FWE nicht zustimmen. „Die Beweggründe können wir nicht nachvollziehen“, unterstrich Rudolf Welzhofer. „Es geht nicht an, dass je nach Belieben der Verwaltung Teil-Infrastrukturkataster behandelt und bewertet werden.“ So beantragte er, für die weiteren Beratungen kurzfristig einen Infrastrukturkataster als Basisinformation zur Verfügung zu stellen, und dabei neben dem Dorfgemeinschaftshaus die Sportanlagen in Amelgatzen und Emmern und das Vithalbad sowie die Grundschulen in Kirchohsen und Amelgatzen einzubeziehen. „Für uns ist unvorstellbar, ein gerade einmal 50 Jahre altes Gebäude abzureißen.“hek



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