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Emmerthaler Rat unterstützt Resolution des Weserbundes gegen Vorhaben der K+S Kali GmbH

Salzeinleitung: Pläne gefährden Tourismus

Emmerthal (cb). Der Rat der Gemeinde Emmerthal lehnt die Einleitung von Salzabwasser in die Oberweser strikt ab. Gestern Abend schlossen sich die Politiker der Resolution des Weserbundes „Keine Salzabwasserleitung an die Oberweser“ an. Damit spricht sich der Emmerthaler Rat ebenso wie zahlreiche andere Kommunen entlang des Flusses gegen die Pläne des Unternehmens K+S Kali GmbH aus. Sie sehen eine Rohrleitung vor, um das aus der Produktion anfallende Salzabwasser von den Kaliwerken in Philippsthal an der Werra in die Oberweser einzuleiten.

veröffentlicht am 16.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Die Unterzeichner der Resolution fordern eine nachhaltige Verringerung der Belastung der Flüsse Werra und Weser durch die Einleitung von Salzabwasser, um diese schrittweise zu naturnahen Gewässern zu entwickeln. Für die Entsorgung des auch bei Einsatz modernster Technologien in der Kali-Produktion noch verbleibenden, nicht vermeidbaren Salzabwassers sowie das Abwasser aus den oberirdischen Halden sei eine Fernleitung an die Nordsee das am besten geeignete Mittel.

Die Emmerthaler Gemeindeverwaltung hatte der Politik empfohlen, der Resolution beizutreten. Durch die Einleitung von Salzabwässern aus dem Kalibergbau würden sich schon heute gravierende Umweltschäden in Werra und Weser ergeben. Der geplante Bau einer Pipeline an die Oberweser würde sich sowohl auf den ökologischen Gewässerzustand der Weser als auch auf den Freizeitwert und „die erfreulicherweise zunehmende touristische Nutzung gravierend negativ auswirken“, wie im Rathaus argumentiert wird. „Gerade der Tourismus hat sich in den letzten Jahren stetig zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein im Weserbergland entwickelt“, heißt es in der Begründung. „Der sanften touristischen Nutzung der Weser kommt dabei ein hoher Stellenwert zu, von dem Emmerthal als Anrainergemeinde in seiner touristischen Entwicklung besonders abhängig ist.“

Der Rat hatte zuvor beschlossen, ein Tourismuskonzept erarbeiten zu lassen. Weiteres Thema: der Nachtragshaushalt. Zwar hatte die CDU eine Debatte darüber eröffnet, was zu einer längeren Diskussion zur Finanzlage führte, dennoch stimmte der Rat einstimmig dem Zahlenwerk zu.



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