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Abschlussfeier nach der Kampagne 2008 / Planungen für 2009 laufen bereits / Auszeichnungen

„Rübensilvester“ mit Rückblick auf die Saison

Aerzen/Hameln (ll). Ganz traditionell endet die Rübenkampagne im Weserbergland mit dem „Rübensilvester“. Wenn die Zuckerrübenernte und der Transport in die Zuckerfabriken Mitte Januar komplett abgeschlossen sind, liegt viel schweißtreibende Arbeit hinter den Landwirten aus der Region. Deshalb ist das jährliche „Rübensilvester“ im Anschluss an die Kampagne eine willkommene Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch und den Rückblick auf die vergangene Saison.

veröffentlicht am 03.02.2009 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

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Zuckerproduktion von

September bis Januar

So hatten die Lade- und Reinigungsgesellschaft Deister-Weser (LRG), die Zuckerrüben-Rode-Gemeinschaft (ZRG) sowie die Landwirtschaftliche Transportgemeinschaft Weserbergland (LTW) alle beteiligten Landwirte und Helfer zu einem gemütlichen Abend ins Forsthaus auf den Finkenborn eingeladen. 120 Helfer waren der Einladung der in Aerzen beheimateten Gesellschaften gefolgt.

Von Anfang September bis in den Januar hinein verarbeiten die Zuckerfabriken die geernteten Rüben. In den Hochzeiten der Kampagne läuft die Zuckerproduktion in den Fabriken dann ununterbrochen Tag und Nacht. Jahr für Jahr bedeutet das auch für die Helfer auf den Feldern: Schichten rund um die Uhr. „Im Sommer sind wir noch etwas unruhig in die Kampagne gestartet, weil wir zunächst Personalnot hatten“, berichtete Friedrich Hake, Vorsitzender der Landwirtschaftlichen Transportgemeinschaft. Am Ende sei die Kampagne aber „ganz gelassen über die Bühne“ gegangen, wie Hake in seinem Rückblick erwähnte. Ein gut organisierter Transport der Zuckerrüben von den Feldern zu den Zuckerfabriken in Lage und Nordstemmen sei dafür wichtige Voraussetzung gewesen.

Ab Anfang Oktober herrschte für die Kampagnenmitarbeiter dann Hochkonjunktur, wie Einsatzleiter Sebastian Binder berichtete: „Zu diesem Zeitpunkt haben wir auf Zweischichtbetrieb umgestellt und waren dann rund um die Uhr im Dienst.“ Insgesamt habe die Rübenkampagne im Weserbergland 113 Tage in Anspruch genommen. Dabei seien 421 000 Tonnen Zuckerrüben in die Fabriken transportiert worden. „18 Lkw-Züge waren dafür im Dauereinsatz“, sagte der Einsatzleiter.

24-Stunden-Schichtbetrieb und das an sechs Tagen in der Woche – ermüdend für Mensch und Maschine. Sebastian Binder war deshalb hocherfreut darüber, die Kampagne „ohne größere Schäden“ abgeschlossen zu haben. Dass eine Verlademaus im wahrsten Sinne tief in der Schlacke feststeckte, umschrieb Binder mit „widrigen Umständen“. Beim „Rübensilvester“ sorgte diese Tatsache zumindest für heitere Stimmung unter allen Anwesenden.

„Goldenes Lenkrad“

als Auszeichnung

Für die engagiertesten Helfer gab es beim diesjährigen Kampagnenabschluss dann eine besondere Auszeichnung. Zwar keine „goldene Rübe“ – aber dafür ging das „goldene Lenkrad“ in diesem Jahr an Jörg Pfeiffer. Carsten Büschemann und Wolfgang Erdmann erhielten von Friedrich Hake jeweils einen vergoldeten Spaten.

Zwar beginne die nächste Rübenkampagne erst wieder Mitte September, die Planungen dafür gingen laut Binder jedoch schon innerhalb der nächsten vier Wochen los. Dann werden an die heimischen Landwirte Fragebögen verteilt, um den Bedarf an Transportmaterial und Personal exakt vorauszuplanen. „Für mich beginnt dann die Rübenkampagne am Computer“, sagt Sebastian Binder. „Zunächst müssen die Ernteflächen berechnet werden, dann folgt die Erstellung eines genauen Kampagneplans.“

421 000 Tonnen Zuckerrüben sind während der Rübenkampagne 2008 in die Fabriken transportiert worden.

Kleines Bild:

Jörg Pfeiffer wurde mit dem „goldenen Lenkrad“ ausgezeichnet. Den „goldenen Spaten“ erhielten Wolfgang Erdmann (li.) und Carsten Büschemann.

Fotos: ll

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