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Kameradschaften aus dem Weserbergland präsentieren in Emmerthal ihre vielfältigen Aufgaben

Reservisten marschieren am Marktplatz auf

Emmerthal (gm). „So viel Lametta an einem Ort habe ich nicht mal beim vergangenen Weihnachtsmarkt hier in Kirchohsen gesehen“, schmunzelte Dieter Brandau aus Emmern. Mit Lametta bezeichnen aktive und ehemalige Soldaten das Eichenlaub, das je nach Dienstgrad in Silber unter den Sternen der Stabsoffiziere oder in Gold unter den Sternen der Generalitäten getragen wird. Grund der hohen Offizierpräsenz beim Tag der Reservisten war die Anwesenheit des Generalinspekteurs der Heerestruppen, Generalleutnant Hans-Otto Budde. Bereits zum achten Mal veranstaltete die Kreisgruppe Weserbergland im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr den bundesweiten Aktionstag der Reservisten. „Und bereits zum dritten Mal in Folge hier in Kirchohsens ,Neuer Mitte‘“, betonte Kreisorganisationsleiter Oberstleutnant d. R. Christian Günther aus Bückeburg.

veröffentlicht am 12.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

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Unter dem Motto „Treffen Sie jetzt auf Reserven der Zukunft“ demonstrierten die beteiligten Reservistenkameradschaften (RK) unter der Leitung ihres Kreisvorsitzenden Hauptfeldwebel d. R. Ernst Nitschke, dass sie die Truppe als verlässlicher Partner unterstützen. „Sie fungieren seit vielen Jahren als sicherheitspolitisches Bindeglied zwischen der Gesellschaft und unseren aktiven Truppen“, unterstrich Generalleutnant Hans-Otto Budde in seiner Begrüßungsrede. „Mit Ihrem Einsatz tragen Sie dazu bei, dass der Auftrag und das Image der Streitkräfte sowie das sicherheitspolitische Bewusstsein in der Öffentlichkeit gestärkt werden.“

Derzeit ist jeder achte Kamerad, der sich im Auslandseinsatz befindet, ein Ehemaliger, also ein Reservist. Von Kabul bis zum Kosovo stehen permanent einige hundert Spezialisten zur Verfügung, die sich als ehemalige Soldaten und heutige Reservisten gemeinsam mit den aktiven Kameraden für die Sicherheit, die Ordnung und das Recht in den jeweiligen Ländern engagieren.

Die Kreisgruppe Weserbergland wollte am Sonnabend aber nicht nur theoretisch informieren, sondern auch Besucher aktivieren, um mit einem gelungenen Rahmenprogramm auf sich und ihre Einsatzbereitschaft aufmerksam zu machen. Ob bei einem kurzen Mitfahrsturmboottrip auf der Weser mit der RK Obernkirchen oder einmal am Lenkrad des stehenden Spähwagens Fennek zu sitzen, den die Pioniere aus Holzminden präsentierten: Für die Besucher war es allemal ein interessanter Tag.

Dirk Eggert von den französischen Kanonieren und eine aktive Hau
  • Dirk Eggert von den französischen Kanonieren und eine aktive Hauptgefreite von den Pionieren aus Holzminden positionieren sich vor dem Spähwagen Fennek. Fotos: gm

Als besonderer Hingucker erwies sich ein Amphibienfahrzeug, ein 66 Jahre alter VW T 66, von dem es weltweit nur noch 150 Exemplare gibt, wie Besitzer Dirk Reidemeister aus Hessisch Oldendorf mitteilte. Für die original nachgebauten und ferngesteuerten Panzermodelle, die die RK Modellbau Nienburg vorstellte, interessierten sich aber nicht nur die Väter. „Papa, kaufst Du mir so einen?“, meinte der elfjährige Kevin aus Hastenbeck und zeigte auf den Kampfpanzer Leopard. Diese Modelle, die teilweise sogar Fahrgeräusche und Kanonenschläge simulieren, waren natürlich unverkäuflich.

Aufgewertet wurde der Reservistentag durch eine Fahrzeugschau des Technischen Hilfswerk, der DLRG und des ABC-Abwehrzuges aus Marienau, die sogar ein Dekontaminationszelt aufgebaut hatten. Beim Abschlussappell, zu dem alle Aktiven und Reservisten in Linie zu drei Gliedern angetreten waren, bedankte sich der Kreisvorsitzende, Hauptfeldwebel d. R. Ernst Nitschke, bei den Beteiligten aus Bückeburg, Nienburg, Coppenbrügge, Brünnighausen, Hameln 1 sowie dem Kreisverbindungskommando Hameln-Pyrmont und natürlich seiner RK aus Emmerthal, die diesen Tag vorbereitet hatte. „Die Anwesenheit der vielen Besucher und Gäste ist ein eindeutiger Schulterschluss für uns und unsere Arbeit im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr“, freute sich Ernst Nitschke über den Erfolg. Während des gesamten Veranstaltungstages spielte das Emmerthaler Blasorchester, mitunter natürlich auch zünftige Militärmärsche.



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