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Bundesverdienstmedaille verliehen

Reinhard Burdinski – im Dauereinsatz für eine bessere Welt

GROß BERKEL. Auszeichnung für Reinhard Burdinski: Der 69 Jahre alte Groß Berkeler hat die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

veröffentlicht am 23.11.2018 um 14:19 Uhr
aktualisiert am 26.11.2018 um 13:00 Uhr

Marc Fisser

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Reporter zur Autorenseite

GROß BERKEL. Reinhard Burdinski hat einen Traum: Alle Menschen halten Frieden, sind füreinander da, haben die Freude am Leben. In Zeiten, in denen Hassverbreiter und Egozentriker in der Welt den Ton anzugeben versuchen, sind „wackere Menschen“, wie es Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels ausdrückt, nötiger denn je. Burdinski belässt es nicht beim Träumen, sondern engagiert sich seit fast vier Jahrzehnten mit ungewöhnlich großem Einsatz in Groß Berkel, in Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland und Europa für eine bessere Welt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem 69-Jährigen dafür jetzt die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Burdinskis Wirken sei „getragen von globalem Denken, von einem tiefen europäischen Verständnis“, erklärte der Landrat beim Festakt im „Lönskrug“ in Grupenhagen. Er lobte das Engagement des Groß Berkelers in der örtlichen Flüchtlingshilfe. Solche Tatkraft bei der Integration, diesem „ungeheuer wichtigen ersten Hineinhelfen“, sei Konsequenz der europäischen Verantwortung, die Burdinski als Kreisvorsitzender und Landesgeschäftsführer der überparteilichen Europa-Union Deutschland (EUD) vorlebe. Für Bartels ist es „verrückt, dass sich in Europa unter den besten Rahmenbedingungen gerade ein derartiger Skeptizismus“ gegenüber der Europäischen Union ausbreitet. „Es bedarf viel Durchhaltevermögen, immer wieder zu erklären, wie wichtig die EU ist.“ Der Ehrenvorsitzende des EUD-Landesverbandes, Wolfgang Zapfe – selbst Bundesverdienstkreuzträger – sieht die Auszeichnung seines Freundes als „Zeichen der Ermutigung“. Wegen der „extremistischen und rassistischen Tendenzen braucht es leidenschaftliche Europäer, die den EU-Einigungsprozess kritisch begleiten“, sagte Zapfe. Die europäische Zusammenarbeit sei das einzige Rezept gegen die Fehlentwicklungen auf diesem Kontinent und in der Welt. Reinhard Burdinski vertrete ein „einmaliges Friedensprojekt“ – so wie bis zu ihrem Tod ebenfalls seine Ehefrau Birgit sowie die Schwiegereltern Christine und Hermann von Twistern –. Er sei „ein vorbildlicher Europäer mit großer Überzeugungskraft“.

„Wir sind sehr, sehr dankbar, dass es solche Menschen gibt“, sagte auch Harald Wanger im Namen der Hamelner Freimaurerloge „Zur königlichen Eiche“. Die Werte von Humanität, Brüderlichkeit und Toleranz verkörpere Burdinski auch bei seiner sozialen Arbeit in dieser Vereinigung. Fünf Jahre war er dort der „Meister vom Stuhl“, also Vorsitzender. Danach wurde ihm die Alt- und Ehrenstuhlmeisterschaft zugesprochen. Er ist zudem Ehrenmitglied der Loge „Friedrich zu den drei Quellen“ in Bad Pyrmont.

Als Präsident des TSV 05 Groß Berkel und als „vergötterter“ Handballtrainer hat der pensionierte Pädagoge – er unterrichtete an der Elisabeth-Selbert-Berufsschule – neben den sportlichen Zielen ebenfalls stets das Soziale im Blick. Zusammenhalt und Integration seien ihm auch hier wichtig, hob sein Wegbegleiter Wilfried Bönick hervor. „Schon seine Verdienste in diesem Bereich hätten für die Verdienstmedaille ausgereicht“. Die junge Ägypterin Eman Radwan, die seit fünf Monaten in Groß Berkel lebt, bestätigt: „Reinhard hat die Medaille wirklich verdient. Um in einer besseren Welt zu leben, brauchen wir Leute wie ihn und seine Familie.“



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