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Drei Bands drehen mächtig auf – und MerQury bringt Stimmung zum Höhepunkt

Regen, na und? 600 Fans feiern beim Open Air in Aerzen

AERZEN. Was für ein Abend, was für ein Konzert: Drei Bands bringen das Stadion in Aerzen zum Beben. 600 Fans trotzen dem Wetter, feiern die Musiker. Und der Höhepunkt: MerQury mit der Queen-Show. Kurz vor Mitternacht widmen sie den legendären Hit „Radio Ga-Gaga“ dem Veranstalterteam um Heiko Bossog. Nicht ohne Grund.

veröffentlicht am 13.08.2017 um 13:34 Uhr

Endlich nach vielen Jahren wieder ein Open Air im Aerzener Stadion – die Fans sind begeistert. Foto: hek

Autor:

Henner E. Kerl
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Heiko Bossog wird dieses „Aerzen rockt“ wohl nie vergessen. Denn so viel Stress und Ärger kann selbst einen routinierten Veranstaltungsmacher wie ihn an den Rand der Verzweiflung bringen. Doch am Ende hatte auch er seine gute Laune wieder. Denn trotz aller Widrigkeiten wurde das Festival der Cover-Bands im Stadion am Veilchenberg zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Das vor allem, weil der Kulturmanager der Gemeinde tolle Musiker verpflichtet hatte: die Partyband Re-Play aus Hannover, Willy and the Poor Boys aus der Pfalz und vor allem MerQury, die als weltweit beste Tribute-Ausgabe der legendären „Queen“ gefeierte Band aus Dresden.

Spätestens als MerQury kurz vor Mitternacht den schon legendären Hit „Radio Ga-Gaga“ dem Veranstalterteam um Heiko Bossog widmete und die gut 600 Besucher den Refrain begeistert mitsangen, war die ständige Angst der vergangenen Tage, das Konzert könne im Dauerregen ertränken, ebenso vergessen wie die große Panne wenige Stunden vor Festivalbeginn. Denn da streikte zu allem Überdruss nach einem Wasserschaden die Musikanlage. „Zum Glück konnten wir aus Herford ein Ersatzmischpult bekommen“, sagt der Aerzener Kulturmanager, „sonst hätten wir wohl alles absagen müssen.“

Als wollten sie allen Unbilden trotzen, legten sich die Bands so richtig ins Zeug und entwickelten unbändige Spielfreude. So brachte Re-Play mit ihrem stimmgewaltigen Sänger Rico Werthmer und ihrem bunten Classic-Rock-Mix aus Songs von Joe Cocker bis hin zu AC/DC und Bruce Springsteen schnell trotz Nieselregen in Party-Stimmung. Danach hatten es auch Willy and the Poor Boys nicht schwer, sofort das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Die aus der Pfalz kommende Band servierte einen der Credence Clearwater Revival-Evergreens nach dem anderen und unterstrich, warum sie als eine der besten Tribute-Combos der einstigen amerikanischen Superband gilt. Vor allem Sänger und Gitarrist Tom Stalla in der Rolle von John Fogerty setzte die Akzente und machte Songs wie „Proud Mary“, „Suzy Qu“ oder „Put a Spell on You“ zu einem Hörerlebnis.

Nah dran am Original: MerQury überzeugt erneut mit der Queen-Show. Foto: hek
  • Nah dran am Original: MerQury überzeugt erneut mit der Queen-Show. Foto: hek
Bieten Evergreens von Credence Clearwater: Willy and the Poor Boys. Foto: hek
  • Bieten Evergreens von Credence Clearwater: Willy and the Poor Boys. Foto: hek

Steigerung möglich? Die Antwort gab MerQury mit dem ersten Akkord, und das lag keineswegs nur an dem großartigen Johnny Zatylny, der mit allem, was er tat, Freddie Mercury so ähnelt, dass man glauben möchte, der unvergessene Queen-Sänger sei wieder auferstanden: Ob Norbert Munser (key), Volker Kaminski (bass), Falk Möckel (dr) oder Thomas Engelmann (git), sie alle zeigten sich als exzellente Musiker, ließen Songs wie „Bohemian Rhapsody“, „We are the Champions“, „We’ll Rock You“ oder „I Want To Break Free“ wie die Originale klingen, brachten enorm viel Power auf die Bühne und entfachten einen Sturm der Begeisterung. Ende gut, alles gut – und der Wunsch: Mehr von „Aerzen rockt“, bitteschön!

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