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Forstamt Oldendorf reagiert auf Unfallzahlen zwischen Welsede und Grohnde

Reflektoren sollen auf L429 Wildunfälle verhindern

GROHNDE. Entlang der Landesstraße 429 zwischen Welsede und Grohnde sind im Bereich der Waldflächen der Niedersächsischen Landesforsten 100 Wildwarnreflektoren montiert worden. Diese Straße ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt von Wildunfällen, zwischen 10 bis 15 Zusammenstöße werden jedes Jahr gemeldet.

veröffentlicht am 13.12.2017 um 17:48 Uhr

Wildunfälle verhindern: Forstwirt Albin Borchers bringt die Reflektoren an. Foto: Landesforsten/PR
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„Durch die Vollsperrung der L 431 (Ortsdurchfahrt Amelgatzen) wird der Verkehr derzeit und mindestens für die nächsten sechs Monate zu großen Teilen über die L 429 umgeleitet“, so Revierförster Holger Hoff, „dies hat zu einem stark erhöhten Verkehrsaufkommen, verbunden mit einem nochmaligen sprunghaften Anstieg der Wildunfälle, geführt“.

Daher entstand die Idee zur Montage der Wildwarnreflektoren, um die Unfallzahlen zu senken. Dieses Vorhaben wurde vom Landkreis Hameln-Pyrmont schnell und unbürokratisch genehmigt.

Der Emmerthaler Jörg Gutsche erklärte sich bereit, das Vorhaben durch die Finanzierung der Reflektoren (rund 800 Euro) zu unterstützen. Forstwirt Albin Borchers brachte die Reflektoren, die sich an vielen anderen Stellen bereits bewährt haben, an den Begrenzungspfählen an. Das Wild wird beim Heranfahren eines Fahrzeugs durch das Scheinwerferlicht mit einer ungewohnt blauen Farbe geblendet, macht kehrt und zieht sich in den Wald zurück.

Autofahrer haben im vergangenen Jahr mehr Wildunfälle gemeldet als je zuvor. Nach einer Schadenbilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stieg die Zahl der Unfälle mit Rehen, Wildschweinen und anderem Wild im Vergleich zu 2014 um über zehn Prozent auf knapp 264 000.

Rein rechnerisch registrierten die Kfz-Versicherer damit jede zweite Minute eine Kollision mit einem Wildtier. Im Durchschnitt zahlten die Versicherer pro Fall 2485 Euro, insgesamt stieg der Schaden auf über 653 Millionen Euro. Nicht nur Wildreflektoren, sondern vor allem die Verkehrsteilnehmer können diese Zahl durch angepasste Fahrweise deutlich verringern.



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