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„Leicht ätzend“ und „Leicht boshaft“ / Peter Neff las auf Emmerthaler Buchwoche / Ausstellung eröffnet

Realität wurde zur Satire – und Satire zur Realität

Emmerthal (ag). Zur Linken junge talentierte Damen, die Musik machten, zur Rechten alte, wie Peter Neff bei seiner Begrüßung meinte, doch meist eher untalentierte Männer, die Politik gemacht haben, und mittendrin der Satiriker, Maler und Bildhauer. Peter Neff fühlte sich wohl im sehr gut besuchten Emmerthaler Rathaus am Montagabend. Unter den Augen der Fotos von den Bundespräsidenten las der gebürtige Hamelner Autor, der jetzt in Bisperode lebt, aus seinen Büchern „Leicht ätzend“ und „Leicht boshaft“. Musikalisch begleitet wurde er dabei von Lisa Oefler, Inka Proske und Kati Martina Hedemann auf der Querflöte.

veröffentlicht am 29.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

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Doch nicht nur die Literatur stand im Mittelpunkt der zweiten Veranstaltung der 4. Emmerthaler Buchwoche. Der Abend war gleichzeitig die Eröffnung einer Ausstellung mit Bildern und Skulpturen des vielseitigen Künstlers, die noch bis zum 10. Mai im Erdgeschoss des Emmerthaler Rathauses zu besichtigen ist. Darunter einige großflächige, sehr farbbetonte Gemälde. Dass Kunst, klassische Musik und Literatur bestens zusammen passen, hat Angelika Wüstenfeld-Schulz vom Buchladen am Markt in den Vorjahren schön öfter bewiesen und damit das Emmerthaler Kulturprogramm bereichert. Am Montag überzeugten sich davon auch zahlreiche Gäste, die von außerhalb nach Kirchohsen gekommen waren, einige Künstlerkollegen Neffs, sogar aus der Schweiz.

Sie hörten gebannt zu, wie Peter Neff seine Texte vorlas. Darin erzählt er über seinen „Opa und die moderne Kunst“, sehr lehrreich über die Auswirkungen von Hilfsbereitschaft bei der „Sperrmüllabfuhr“ und über das gute nachbarschaftliche Verhältnis auf dem Land bei der Gartenpflege in „Rasenmäher und Co“. Neffs Geschichten kommen amüsant, leicht bissig, eben ein bisschen boshaft daher, aber nie böse, dafür immer zum Schmunzeln. Beim Schwur, dabei oftmals die eigenen Erlebnisse zu verarbeiten, wird die Satire zur Realität und die Realität zur Satire. Das Musikensemble „Dance Steps für drei Flöten“, das aus 12- bis 14-jährigen Preisträgern des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ besteht, umrahmte den Kulturabend im Rathaus, zur Freude der Zuhörer, sehr gelungen mit verschiedenen Tänzen wie Tango, Bolero, Samba, Rumba und einem Walzer.

Satiriker, Maler und Bildhauer – Peter Neff. Im Rathaus (re.) las er aus seinen Büchern, außerdem wurde eine Ausstellung von ihm eröffnet (oben).

Fotos: ag



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