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Vorwürfe der FDP überraschen Bürgermeister und Feuerwehr

Rätselraten um Einsatzfahrzeug

Aerzen/Dehmke. Woher Aerzens Ratsmitglied Rudi Sonnemann (FDP) seine Informationen bezieht, ist unbekannt. Soviel ist offenbar sicher: Aus einer sicheren Quelle stammen sie offensichtlich nicht. In einem Brief an Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner, den der Dehmker auch der Dewezet zukommen ließ, beschwert sich der liberale Kommunalpolitiker darüber, dass das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Ortswehr Dehmke durch ein neues Fahrzeug ersetzt wurde, obwohl das alte noch in einem prächtigen Zustand sei.

veröffentlicht am 08.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:21 Uhr

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„Nach Informationen, die mir vorliegen, wurde das alte TSF Dehmke an die Jugendwerkstatt Hameln abgegeben, weil dieses angeblich nicht mehr durch den TÜV kam. Leider ist dieses nicht ganz richtig! Das alte TSF ist sogar durch den TÜV gekommen“, schreibt der FDP-Politiker und fragt: „Wieso wird den Mitgliedern des Rates gesagt, das TSF ist defekt?“

Weiterhin behauptet Sonnemann, dass sich das Fahrzeug wieder im öffentlichen Straßenverkehr befindet. „Bei der Haushaltslage wäre das Fahrzeug sicher noch einige Jahre zu nutzen gewesen“, ist das Ratsmitglied überzeugt.

„Der alte Volkswagen LT der Ortswehr Dehmke ist als Geschenk an die Jugendanstalt (JA) Hameln zwecks Ausbildung im Projekt ,Truppmann I für junge Straffällige‘ gegangen und nicht an die Jugendwerkstatt“, stellt Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner richtig. Dieses Resozialisierungsprojekt wird auch aktuell wieder unter der Federführung von Aerzens Ortsbrandmeister Heinz Brand dort durchgeführt.

Allerdings handelt es sich bei dem verschenkten Fahrzeug nicht um das letzte in Dehmke stationierte Feuerwehrfahrzeug, worauf Aerzens Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke ausdrücklich hinweist. Übergangsweise war hier das alte TSF aus Grießem im Rahmen des Ringtausches im Einsatz, um die Vakanz bis zur Auslieferung des neuen TSF zu überbrücken (wir berichteten).

„Mehrere Überprüfungen des alten Dehmker VW LT in regulären Werkstätten, die von einer Kommune im Schadensfall mit der Reparatur beauftragt werden müssen, hatten ergeben, dass die Instandsetzung des Fahrzeuges, Baujahr 1984, mindestens 4000 Euro gekostet hätte und damit unwirtschaftlich gewesen wäre“, erklärt Wagner. Auch die verschiedenen politischen Gremien seien nach ausführlichen Beratungen zu diesem Ergebnis gekommen. Daraufhin erfolgte 2012 der Beschluss, ein neues Einsatzfahrzeug für die Ortswehr Dehmke zu beschaffen, welches Ende letzten Jahres dann ausgeliefert werden konnte, so der Bürgermeister.

Auch Aerzens Ortsbrandmeister Heinz Brand zeigt sich verwundert über Sonnemann. „Ich weiß nicht, von welchem TSF Herr Sonnemann spricht und woher er seine Informationen dazu hat. Das im September 2013 für die Truppmann-I-Ausbildung an die Jugendanstalt Hameln übergebene ehemalige Fahrzeug der Ortswehr Dehmke hat weder TÜV noch eine Straßenzulassung“, erklärt Brand und fügt an: „Es wurde in der Kfz-Lehrwerkstatt der JA Hameln lediglich sicherheitstechnisch so weit überprüft, dass es innerhalb der Anstalt sicher zu bewegen ist.“

Das ehemalige TSF aus Grießem, das übergangsweise in Dehmke stationiert war, steht übrigens in einer Scheune in Groß Berkel. „Der TÜV läuft demnächst ab und die Verwaltung prüft derzeit eine weitere Verwendung oder gegebenenfalls einen möglichen Verkauf“, so der Bürgermeister. sbr

Das ehemalige Dehmker TSF – Baujahr 1984.



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