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Aerzener Angelverein: „Wir warten dringend auf Informationen“ / Verendeten auch Vögel?

Rätselraten um das Fischsterben geht weiter

Aerzen (cb). Nach dem Fischsterben in der Humme in der vergangenen Woche muss sich der Angelverein Aerzen in Geduld üben, um etwas über die Ursache zu erfahren. „Wir warten dringend auf Informationen, können im Augenblick aber nur abwarten“, sagt Vorsitzender Wolfgang Steffen, der sich gestern zuletzt bei der Polizei in Aerzen nach näheren Einzelheiten erkundigt hatte. Auch Oberkommissar Jörn Schedlitzki als Sprecher verwies darauf, dass noch keine Ergebnisse zu den Wasserproben und Fischkadavern vorliegen. Sie waren von der Polizei zur Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (Lufa) und zum Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gebracht worden, um herauszufinden, durch welche bislang unbekannte Substanz die Tiere verendet waren. Bislang haben die Ermittler keine Rückmeldung. „Und solange gibt es keine neuen Erkenntnisse“, sagt Schedlitzki.

veröffentlicht am 08.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

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Das laut Steffen größte Fischsterben in der Region seit dem Chemie-Zugunfall in Bad Münder vor gut zehn Jahren „hat ganz hohe Wellen geschlagen“, wie der Vorsitzende sagt. Überregionale Medien berichteten darüber, außerdem habe er Anfragen von Fachzeitschriften erhalten, so der Aerzener. Vor allem aus der Bevölkerung habe es viele Reaktionen gegeben. Die Einwohner könnten nicht verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass ein Fischsterben, darunter unter Naturschutz stehende Arten, den Besatz auf einer Länge von drei Kilometern auslöschen konnte, meint Steffen.

Ob auch andere Tiere, die vom Wasser des kleinen Flusslaufes getrunken haben, davon betroffen sind, bleibt offen. Katharina Hölterhoff-Grote, die nahe der Humme wohnt, hatte auf ihrem Grundstück Ende der vergangenen Woche gut 15 tote Vögel gefunden. „Das kann nur mit den Schadstoffen in der Humme zusammenhängen“, mutmaßt sie. Die Landkreisverwaltung bestätigt, dass über diese Beobachtungen neben den Ermittlern auch das Veterinäramt informiert worden sei.

„Aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens bei der Polizei sind von hier keine weiteren Maßnahmen veranlasst worden“, begründet aber Behördensprecher Sven Beermann. Das Umweltamt des Landkreises sei in der vergangenen Woche als zuständige Untere Wasserbehörde vor Ort an der Humme gewesen, als das Fischsterben bekanntgeworden war. Normalerweise müsse die Behörde in derartigen Fällen die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr treffen, um eine weitere Verunreinigung des Gewässers zu verhindern, so Beermann. Dazu habe es jedoch keinen Anlass gegeben, da es sich um eine einmalige Verunreinigung gehandelt haben müsse.



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