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Auch das Nachfolgemodell des Jugendparlamentes findet in Emmerthal kaum Resonanz

Rätselraten über das große Desinteresse

Emmerthal (gm). Das Emmerthaler Jugendparlament (JUP), das sich kurz vor seiner anberaumten vierten Amtsperiode mangels Kandidaten (wir berichteten) aufgelöst hatte, wollte nun mit der Idee eines offenen Jugendforums für alle Kinder und Jugendlichen des Gemeindegebietes neue Wege gehen. Ernüchterung beim ersten Treffen: Selbst das Forum findet kaum Interesse. Euphorisch hatten Jugendpfleger Henning Bergmann sowie die ehemaligen JUP-Verantwortlichen Niko Kazinakis, Sören Welzhofer und Hakan Camur an der Johann-Comenius-Haupt- und -Realschule die Einladungs-Flyer verteilt, außerdem in den lokalen Medien geworben. Als erschreckend empfanden sie nun die Resonanz: Lediglich ein Elfjähriger und zwei Jugendliche hatten Interesse, sich mit Themen für ihre Altersgruppe auseinandersetzen. „Das ist mehr als deprimierend“, bedauerte Jugendpfleger Henning Bergmann. „Wir arbeiten ständig an neuen Freizeitangeboten, überlegen sogar, die Öffnungszeiten des zentralen Jugendtreffs hier in Emmern auf die Samstage zu erweitern und dann werden wir mit einem solchen Desinteresse bestraft“, meinte der Sozialpädagoge.

veröffentlicht am 02.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:41 Uhr

Niko Kazinakis, Sören Welzhofer und Jugendpfleger Henning Bergma
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„Irgendwann verliert man den Spaß“

Der ehemalige Jugendbürgermeister Niko Kazinakis, sein Vize Sören Welzhofer und auch Hakan Camur, allesamt in der Ausbildung oder auf weiterführenden Fachschulen und aktive Sportler in ihren Vereinen, opfern ihre Freizeit, um auch nach dem Aus des Jugendparlamentes der jungen Generation eine interessante Perspektive und ein Mitspracherecht auf kommunaler Ebene zu ermöglichen. „Irgendwann verliert man den Spaß an der demokratischen und offenen Jugendarbeit, wenn man niemanden mehr aus den eigenen Reihen für die Belange der Kinder und Jugendlichen erreichen kann“, sagte Kazinakis.

Der 17-jährige Atanasov aus Kirchohsen war zum ersten Mal im Jugendtreff und interessierte sich für das neue Jugendforum in der Hoffnung auf gemeinsame Aktivitäten. Die Ideen sind da, und Ortsratsmitglied Gudrun Köller (SPD) hat sich bereiterklärt, etwas im Bereich der Mädchennachwuchsarbeit auf die Beine zu stellen. „Mehr als sportliche, spielerische und gruppendynamische Angebote können wir aber nicht machen“, sagte Henning Bergmann, der in seiner fast neunjährigen Dienstzeit in Emmerthal sogar schon Hausaufgabenhilfe und Bewerbungstraining angeboten hatte.



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