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IG Metall ruft Lenze-Mitarbeiter erneut zu Aktionstag auf

Protest gegen Jobabbau

Groß Berkel (cb). Nach Angaben der IG Metall hält der Vorstand der Lenze AG weiter an dem massiven Stellenabbau fest. In den bisher geführten Gesprächen weigere sich der Vorstand, mit dem Betriebsrat über beschäftigungssichernde Maßnahmen zu verhandeln, teilte die Gewerkschaft mit. Deshalb ruft sie die Beschäftigten der Lenze-Standorte in Groß Berkel, Hameln und Extertal zu einem zweiten Aktionstag am heutigen Freitag, 8. Mai, auf.

veröffentlicht am 07.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

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Der Aktionstag findet ab 14 Uhr in Extertal-Bösingfeld statt, wo vor dem Werksgelände der Firma Küster der Demonstrationszug zur Kundgebung auf dem Rathausplatz startet. Beim ersten Aktionstag im April waren 600 Teilnehmer in Groß Berkel dabei.

Hintergrund ist der von der Lenze AG beabsichtigte Abbau von 600 Stellen im Konzern. Davon sind rund 300 Stellen an den deutschen Standorten, darunter besonders in Groß Berkel und Extertal, gefährdet. Aus Sicht der IG Metall sind Kündigungen völlig abwegig, da Möglichkeiten vorhanden sind, die Beschäftigung zu sichern. Uwe Mebs, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim: „Wir haben die Alternative, Kurzarbeit auszuweiten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Qualifizierungsmaßnahmen inner- wie überbetrieblich mit staatlicher Förderung durchzuführen.“ Auch die Möglichkeiten der Tarifverträge wie zum Beispiel Altersteilzeit könnten genutzt werden.

Die Unternehmensleitung hingegen sieht weiter keine Alternative zum Stellenabbau. „Wir kommen nicht um Entlassungen herum“, bekräftigte gestern erneut Harald Hilgers, Leiter Personal und Unternehmenskommunikation bei Lenze, angesichts des Umsatzeinbruchs, der eigentlich weitere Einsparungen notwendig mache. „Wir fahren schon eine vorsichtige Personalpolitik“, meinte er, Kurzarbeit werde über die Entlassungen hinaus weiterhin notwendig sein. Hilgers kündigte an, dass die für Montag bereits vereinbarten Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern fortgesetzt würden.



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