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Rat beschließt Anhebung der Eintrittspreise

Protest gegen Erhöhung der Badgebühren

AERZEN. Mit einer Protestdemonstration von Aerzener Bürgern begann die jüngste Ratssitzung des Flecken Aerzen. Es handelte sich um Benutzer des Bades, die die geplante Erhöhung der Bad-Gebühren nicht einfach hinnehmen wollten. Unteranderem sollen die Eintritts-Preise für Erwachsene um 50 Cent steigen.

veröffentlicht am 29.12.2017 um 15:10 Uhr
aktualisiert am 29.12.2017 um 17:12 Uhr

Das Aerzener Bad erhöht zu Beginn des Jahres seine Eintrittspreise. Das hat die Politik jüngst beschlossen. Foto: dana
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Autor

Henry Griesefell Reporter
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Die Bürger überreichten Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner eine Unterschriftenliste. Ihre Kritik: Die Preiserhöhungen seien unsozial. So müssten beispielsweise Vielschwimmer eine Preiserhöhung von 500 Prozent verkraften.

Die neue Bäder-Preisliste des Fleckens Aerzen sieht vor, die Gebühren für die Erwachsenen-Tageskarte (einmaliger Besuch) um 50 Cent auf 3,50 Euro anzuheben. Die Zehnerkarte soll statt bisher für 22 Euro ab Januar 2018 für 28 Euro zu haben sein. Neu im Angebot: die 50er-Karte für 125 Euro. Die Jahreskarte entfällt. Für Kinder ab Beginn des 4. Lebensjahres bis zum 17. Lebensjahr sieht die Planung ab dem neuen Jahr einen Tageseintrittspreis (einmaliger Besuch) von einem Euro vor. Familien mit eigenen Kindern bis einschließlich 16 Jahren zahlen ab 2018 7,50 Euro Tageseintritt.

Bei der Entgegennahme der Protest-Unterschriftenliste unterstrich Bürgermeister Bernhard Wagner, dass – unabhängig von der Preisgestaltung – Bäder immer kommunale Zuschuss-Betriebe sind. So koste jeder Badbesuch, unabhängig von der Art der Eintrittskarte, den Flecken rund zehn Euro. Dessen ungeachtet sei es die erste Bad-Preiserhöhung seit 20 Jahren.

Günter Hellmich (SPD) gab zu bedenken, dass der Wiederaufbau des Aerzener Bades mehr gekostet habe, als ursprünglich geplant. Das Haushaltssicherungskonzept der Gemeinde verlange deshalb eine Erhöhung der Eintrittspreise. Man habe bei der Preisgestaltung aber darauf geachtet, dass Kinder und Familien weiterhin günstigen Zugang zum Bad haben, betonte Hellmich in diesem Zusammenhang. Anhand der neuen Preise sollten die Verluste, solle der Zuschussbedarf nun neu kalkuliert werden. Und der Ratsvorsitzende Hartwig Bursie (SPD) fügte hinzu, dass die Bürger mit den neuen Preisen auch die Tatsache honorieren müssten, dass sich der Flecken Aerzen nach dem verheerenden Brand im Bad dazu entschlossen habe, die Einrichtung wieder zu eröffnen. Viele andere Kommunen würden ihre Bäder derzeit aus Kostengründen schließen.

Kurzum: Trotz des Bürgerprotestes stimmte Aerzens Rat einstimmig für den am 1. Januar in Kraft tretenden Erlass einer neuen Gebührensatzung für die Hummetalbäder. Damit ist auch der Kritik des Niedersächsischen Rechnungshofes Rechnung getragen, der bereits 2013 die Wirtschaftlichkeit des Frei- und Hallenbades in Aerzen untersucht hat. Hierbei waren zu niedrige Eintrittspreise pro Nutzer und ein unverhältnismäßig hoher Preisnachlass bei Jahreskarten festgestellt worden.

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