weather-image
12°

Minister-Bedenken gelten auch für Zwischenlager Grohnde / e.on: Behälterlieferant arbeitet an Konzept

Problem betrifft sechs Castoren

Emmerthal. Die von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) beanstandeten Probleme mit Castor-Behältern für radioaktive Abfälle betreffen auch das Zwischenlager am Atomkraftwerk Grohnde. Wie am Samstag berichtet, geht es dabei um eine mangelhafte Dokumentation der Qualitätsprüfungen für die sogenannten Tragzapfen, die an vier Stellen der tonnenschweren Behälter angebracht sind. „Wir gehen derzeit von sechs Behältern aus, die von Mängeln bei der Dokumentation betroffen sind“, teilte e.on-Kernkraft-Sprecherin Dr. Petra Uhlmann auf Nachfrage mit. „Diese werden nicht bewegt.“ Insgesamt stehen im Zwischenlager Grohnde aktuell 22 Behälter, wie die Sprecherin des AKW-Betreibers berichtet.

veröffentlicht am 14.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

270_008_7704322_lkae101_Zwischenlager_cb_1404.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Auch wenn von dem Fall derzeit keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben ausgeht, haben wir es offenbar mit einem Defizit in der Sicherheitsphilosophie zu tun“, hatte Wenzel am vergangenen Freitag berichtet. Im Moment sei unklar, wie die mangelhafte Dokumentation entstanden sei. Dadurch könne zurzeit aber nicht aufgelistet werden, bei welchem Teil Qualitätsprobleme existierten und bei welchem nicht. Bundesweit seien inklusive der niedersächsischen Behälter 315 Castoren betroffen. Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums sagte in Berlin: „Wir gehen davon aus, dass die Sicherheit der Behälter nicht betroffen ist, da die Tragzapfen jederzeit ausgetauscht werden können.“

Die e.on-Sprecherin wies darauf hin, dass das Thema seit August 2014 bekannt sei. „Die Integrität der Behälter war und ist zu jeder Zeit vollumfänglich gegeben“, so Uhlmann. Die Tragzapfen seien außen an den Behältern angebracht und dienten ausschließlich dem Transport. Dort greife sozusagen der Kran an, um die Behälter zu bewegen. Das wäre nur notwendig, wenn die Behälter im Lager in die Wartungsstation gebracht werden müssten. „Im Normalfall werden die Behälter im Lager nicht bewegt“, teilte Uhlmann zu den Begebenheiten mit.

Seit August seien alle betroffenen Tragzapfen an den an e.on Kernkraft gelieferten und betroffenen unbeladenen Behältern getauscht worden. „Die Qualitätsprüfungen mit der dafür vorgesehenen Dokumentation wurden erbracht“, berichtet Uhlmann. „Derzeit arbeitet der Behälterlieferant an einem Konzept, damit der Nachweis einer anforderungsgerechten Qualität erbracht werden kann.“ cb

Das Archivbild zeigt die Castoren im Zwischenlager Grohnde im Jahre 2011. Inzwischen stehen dort 22 Behälter.cb



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt