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Mitnahme-Schrank soll dauerhaft als ehrenamtliches Angebot für Bürger und Gäste vorgehalten werden

„Probezeit“ vorzeitig bestanden

EMMERTHAL. Mal andere Nachrichten aus der Politik: Ute Schramm wird gestattet, den „Geben-und-Nehmen-Schrank“ am Rande des Kindergartengeländes „dauerhaft als ehrenamtliches Angebot für die Bürgerschaft sowie für Gäste der Gemeinde vorzuhalten“. Mit anderen Worten: Der sogenannte Mitnahme-Schrank hat sich bewährt.

veröffentlicht am 01.03.2018 um 18:22 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 20:30 Uhr

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Autor

Burkhard Reimer Reporter
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EMMERTHAL. „Noch einmal“, so Andreas Grossmann während der jüngsten Sitzung des Emmerthaler Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Soziales und Kultur, „möchte ich Frau Schramm Dank im Namen der gesamten Gemeinde aussprechen.“ Eifrig auf ihre Tische klopfend, schlossen sich die Ausschussmitglieder den Worten ihres Bürgermeisters an. Ute Schramm aus Bodenwerder, Leiterin der DRK-Kindertagesstätte Neue Straße in Kirchohsen, nahm zwar die Dankesworte lächelnd entgegen, der Beschluss, den die Ausschussmitglieder kurz zuvor einstimmig gefasst hatten, dürfte ihr aber sehr viel wichtiger sein. Mit dem Beschluss folgten die Ratsvertreter nämlich einer Empfehlung der Verwaltung. Und die besagt, dass Ute Schramm gestattet wird, den „Geben-und-Nehmen-Schrank“ am Rande des Kindergartengeländes „dauerhaft als ehrenamtliches Angebot für die Bürgerschaft sowie für Gäste der Gemeinde vorzuhalten“. Mit anderen Worten: Der sogenannte Mitnahme-Schrank hat sich bewährt und seine „Probezeit“, die offiziell am 6. April enden würde, bereits jetzt erfolgreich überstanden.

Wie berichtet, war er am 7. April der Öffentlichkeit übergeben worden. Seitdem können in den Schrank, der fast schon eine kleine Holzhütte ist, noch gebrauchsfähige, aber nicht mehr benötigte Dinge gelegt und von denjenigen, die etwas damit anfangen können, entnommen werden. Was alles in den Schrank gelegt werden kann und was definitiv nicht dort hineingehört, ist auf einem Schild an der Seitenwand des Schranks vermerkt. Und diese „Schrankordnung“, heißt es in der Verwaltungsvorlage, werde auch beachtet. So werde beispielsweise Verpackungsmaterial ordnungsgemäß wieder mitgenommen. Auch Fälle von Vandalismus seien nicht bekannt, wie Ruth Leunig, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, berichtete. Der Mitnahme-Schrank, betonte sie, sei „eine gute Sache“ und könne mit Fug und Recht als „Erfolgsmodell“ bezeichnet werden.

Ute Schramm hatte nicht nur die Aufstellung eines solchen Schranks angeregt und maßgeblich daran mitgewirkt, sondern ihn auch seit dem Tag der Übergabe ehrenamtlich betreut. Sie kann den Schrank also auch künftig von montags bis freitags allmorgendlich um 7.30 Uhr auf- und nach 17 Uhr wieder abschließen. Allerdings behält sich die Gemeinde vor, die Gestattung zu widerrufen, wenn dafür wichtige Gründe vorliegen sollten. Gemeint sind Gründe, wie sie sich beispielsweise aus einer erforderlichen Nutzungsänderung für die Fläche ergeben könnten.



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