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Keller sieht Nachbesserungsbedarf im Bereich des Ilsetals

Positive Signale für schnelleres Internet – aber nicht überall

Börry (red). Bei der Verbesserung der Internetverbindung im Ilsetal gibt es Bewegung. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Ortsbürgermeister Rolf Keller unter Hinweis auf jüngste Erkenntnisse. „Trotzdem bin ich verärgert“, fügt er aber unter Hinweis auf einige Schwachpunkte hinzu.

veröffentlicht am 10.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:41 Uhr

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Keller erinnert an die langjährigen Bemühungen durch den Ortsrat, die Situation in den Dörfern zu verbessern. In den Jahren 2005 und 2006 hätten das Gremium, Einwohner und der SC Börry eine verbesserte Anbindung mit einem Ausgangspunkt in der Rosenstraße durchgesetzt. Während in Börry laut Keller eine gute Versorgung erreicht werden konnte, fehlte diese in den anderen Dörfern. Beispielsweise nennt er für Hajen nur eine DSL-1000-Verfügbarkeit, in Esperde noch weniger. Als 2010 das Konjunkturprogramm durch Bund und Land aufgelegt worden sei, habe er beim Breitbandkompetenzzentrum in Lüneburg angeregt, die anderen Dörfer mit einzubeziehen. Die Antwort lautete übereinstimmend mit den Angaben des Landkreises und der Gemeinde Emmerthal, dass außer Esperde und Bessinghausen alle anderen Dörfer, nämlich Latferde, Hajen, Frenke und Brockensen, bis Ende vergangenen Jahres mit Breitbandverkabelung versorgt würden.

Einwohner aus Esperde und Bessinghausen sammelten daraufhin fast 300 Unterschriften, die dann im Mai dem Landrat mit der Bitte übergeben wurden, durch ein Interessenbekundungsverfahren beim Wirtschaftsministerium des Landes eine Lösung für die beiden Dörfer zu erwirken. Andreas Manz, Wirtschaftsförderer des Landkreises, sagte dann schriftlich die Unterstützung zu, wie Keller die Entwicklung beschreibt. Nach einem weiteren Schreiben an den Landrat wurde Keller mit einigen anderen Ortsbürgermeistern aus dem Landkreis zum gemeinsamen Gespräch kurz vor Weihnachten ins Kreishaus eingeladen. Mit einer überraschenden Nachricht für Keller: Vertreter der Telekom hätten bei dem Termin erklärt, dass Esperde und Bessinghausen seit dem 19. Dezember über ein verbessertes Datennetz über Mobilfunk verfügen könnten, so der Ortsbürgermeister. Die Telekom habe die Öffentlichkeit aber noch nicht informiert.

„Damit hat sich unser Bestreben für die Dörfer teilweise gelohnt, eine mittelbare und schnelle Verbesserung der Situation besteht für einige Haushalte“, teilt Keller mit. „Die Wunschvorstellung ist aber damit nicht erreicht.“ Den „Hammer“, so Keller, gab es dann auf die Nachfrage, wann die anderen Dörfer mit der Glasfaserverkabelung rechnen könnten. Die Antwort: Latferde sei erledigt, aber für Hajen, Frenke und Brockensen habe kein Auftrag des Landes vorgelegen. Das sei „alles nicht zu verstehen“, meint der Ortsbürgermeister. Die Telekom wolle die Einwohner aber auf seine Bitte hin am 14. Februar während der nächsten Ortsratssitzung informieren. „Ich hoffe hier mindestens auf eine Lösung über Mobilfunk“, sagt Keller und appelliert auch an das Land, die „Bevölkerung auf dem Land hiermit nicht im Regen stehen zu lassen“.



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