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Schlag gegen den organisierten Rauschgifthandel / Ungewöhnlich großer Fund / 34-Jähriger in Haft

Polizei nimmt Drogendealer in Aerzen fest

Bei einer Routineüberprüfung wurden die Drogen in einer Aerzener Wohnung gefunden. Sie können nun nicht mehr in den Umlauf kommen.

veröffentlicht am 06.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:21 Uhr

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Ein großer Drogenfund: 750 Gramm Heroin und

35 Gramm Kokain hat die Polizei sichergestellt. Um keine Spuren zu verwischen, werden die Päckchen in Plastikbeuteln verpackt und in der Asservatenkammer verwahrt.

Fotos: Dana

Aerzen (tis). Zunächst sah alles nach einem Routinefall für die Beamten der Polizeistation Aerzen aus. Sie wurde mal wieder zu Nachbarschaftstreitigkeiten zwischen zwei Familien in Aerzen gerufen, die schon seit Jahren andauern. Bei den Ermittlungen vor Ort kamen die Beamten dann einem Drogendealer (34) auf die Spur. Bei ihm wurden 750 Gramm Heroin, 35 Gramm Kokain und 450 Gramm Streckmittel sowie Bargeld in Höhe von rund 5000 Euro, vermutlich Drogengeld, gefunden. Gegen den 34-Jährigen, der in Aerzen lebt, wurde Haftbefehl erlassen.

Bereits am Freitagnachmittag wurde die Polizei von einer 56-Jährigen Aerzenerin um Hilfe gebeten. Sie fühlte sich von ihrem 34-jährigen Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus im westlichen Teil von Aerzen bedroht. Die Frau gab an, der Mann habe gesagt, er wolle sie töten. Den Beamten sind die beiden Familien bekannt, da es bereits seit Jahren immer wieder Streitigkeiten zwischen beiden Parteien in dem Mehrfamilienhaus gibt. Selbst ein Schiedsmann war schon eingeschaltet. Bei der Überprüfung fanden die Polizeibeamten den 34-jährigen Beschuldigten am Freitag dösend im Schlafzimmer. Bei der anschließenden Durchsuchung des Tatverdächtigen entdeckten sie eine Schreckschusswaffe in seiner Bekleidung. Außerdem stellten die Hamelner Beamten eine Substanz sicher, die vermuten ließ, es könnte sich um Rauschgift handeln.

Mit einer Schreckschusspistole war der Dealer ausgerüstet.
  • Mit einer Schreckschusspistole war der Dealer ausgerüstet.
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Verkaufswert der Drogen rund 30 000 Euro

Der Verdächtige wurde zunächst festgenommen, die Wohnung auch mithilfe eines Drogenspürhundes genauer durchsucht. „Dabei fanden die Ermittler 750 Gramm Heroin, 35 Gramm Kokain und 450 Gramm Streckmittel für die Aufbereitung der Drogen. Vieles war bereits für den Verkauf in kleine Portionen abgepackt. „Das ist für den hiesigen Bereich eine ungewöhnlich große Mengen an sichergestelltem Rauschgift“, erklärt Kriminalhauptkommissar Klaus-Eckhard Dirnberger. Die Drogen hätten beim Verkauf rund 30 000 Euro eingebracht. In Schränken versteckt wurde zudem Bargeld in Höhe von rund 5000 Euro gefunden, vermutlich Einnahmen aus Drogengeschäften. Der 34-Jährige wurde am Wochenende einem Haftrichter vorgeführt, der eine Untersuchungshaft aufgrund von Fluchtgefahr anordnete.

Dietmar Hasewinkel, Leiter des Fachkommissariats 2, das die Ermittlungen führt, bemerkt: „Der Verdächtige ist für uns kein Unbekannter. Er war wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in der Vergangenheit schon auffällig geworden.“ Auch hätte sein recht aufwendiger Lebensstil stutzig gemacht, da dieser nicht zu den finanziellen Möglichkeiten eines Sozialhilfeempfängers passe. So ist auf den Aerzener ein Auto der gehobenen Mittelklasse zugelassen.

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