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Straßenverkehrsamt soll Beschluss zur problematischen Parksituation in Börry umsetzen

Politiker setzen Behörde unter Druck

Börry. Im Ilsetal brodelt es mächtig: Die Politiker der Ortschaft Börry kritisieren die Landkreis-Verwaltung, weil sie erneut vertagt hat, die Verkehrssituation an der Landesstraße in Richtung Brockensen zu verbessern. Eigentlich sollen dort Schilder ein eingeschränktes Halteverbot ausweisen. „Für uns war klar, dass der Landkreis das umsetzt“, meinte Ortsbürgermeister Rolf Keller (CDU) über die lange Vorgeschichte. Doch das ist nicht geschehen – weil der zuständige Fachbereich der Behörde inzwischen eine neue Leitung hat, wie Keller berichtet. Jetzt will der Ortsrat den Druck auf die Behörde erhöhen. Die Verwaltungsspitze der Gemeinde Emmerthal – entweder Bürgermeister Andreas Grossmann oder Erster Gemeinderat Elmar Günzel – soll laut Beschluss in Hameln vorsprechen.

veröffentlicht am 14.03.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

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Es ist zwar keine bedeutende Straße im Gemeindegebiet, aber die Börryer ärgert die Art und Weise, wie mit ihren Bitten umgegangen wird. Fast jeder Politiker des Gremiums konnte eigene Erfahrungen beisteuern, um die problematische Situation mit den parkenden Autos dort zu verdeutlichen, allen voran Reinhard Feyer (SPD), der selbst an der Straße „Auf dem Klink“ wohnt. Die an der Straße angesiedelten Praxen (Keller: „Wir sind natürlich froh, dass wir sie haben“) bringen Verkehr mit sich. Wer sich dort behandeln lässt, fährt möglichst dicht mit dem Auto vor. Auch Angestellte bevorzugten den kurzen Weg. Die Folge: Die Straße sei zeitweise beidseitig zugeparkt, teilweise auch die Fußwege, der normale Verkehr komme ins Stocken, wie es bei der Sitzung hieß. Gut fünf Verkehrsschauen hätten stattgefunden, mit Polizei und Behörden seien die Probleme vor Ort durchgesprochen worden. Zuletzt lautete die Forderung, zusammen mit den Anliegern das Problem zu besprechen und einen politischen Beschluss herbeizuführen. Das sei im Herbst geschehen, erinnerte der Ortsbürgermeister daran, dass die betroffenen Anwohner zu der Sitzung des Gremiums eingeladen worden seien. Bewusst habe sich die Politik für ein eingeschränktes Halteverbot ausgesprochen, damit beispielsweise Ältere oder Behinderte dort ein- und aussteigen könnten.

Allerdings: Dann fand der Personalwechsel in der Behörde statt. Die neue Leiterin habe sich zunächst ein eigenes Bild machen wollen, bevor weitere Schilder aufgestellt würden, so Keller. Sie habe sich die Situation vor Ort angesehen – jedoch außerhalb der Praxiszeiten, sodass, naheliegend, kaum Autos an der Straße parkten. Außerdem habe die Fachbereichsleiterin argumentiert, dass parkende Fahrzeuge den Vorteil hätten, den Verkehr auszubremsen, so Keller. Dreimal habe er inzwischen mit ihr darüber gesprochen, dass sich die Situation nicht verbessert habe, meinte der Christdemokrat, der auch Kreistagsabgeordneter ist. Dabei habe er sich für eine kurzfristige Verkehrsschau ausgesprochen, an der auch die Anwohner teilnehmen sollten. Das sei aber nicht in Aussicht gestellt worden. Frühestens im Mai oder Juni solle ein weiterer Termin stattfinden – so lange aber will der Ortsrat nicht warten, weshalb er mit einem weiteren Beschluss die Dringlichkeit unterstreicht. cb



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