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Für den Bau des Unternehmens Dr. Paul Lohmann soll Wohn- in Mischgebiet umgewandelt werden

Politik stellt Weichen für Forschungs- und Entwicklungszentrum

EMMERTHAL. Die Politiker setzen erhebliche Hoffnungen in diese Investition der heimischen Wirtschaft: Einstimmig haben sich die Mitglieder des zuständigen Emmerthaler Ratsausschusses während ihrer jüngsten Sitzung jeweils für die Änderung eines Flächennutzungs- sowie eines Bebauungsplans in Kirchohsen ausgesprochen. Es geht um das Gebiet, in dem das ortsansässige Unternehmen Dr. Paul Lohmann, wie bereits mehrfach berichtet, den Bau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums plant.

veröffentlicht am 14.05.2019 um 18:27 Uhr
aktualisiert am 14.05.2019 um 20:20 Uhr

Anwohner befürchten, dass durch die Umwandlung eines Wohngebietes in ein Mischgebiet für den Bau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums des Unternehmens Dr. Paul Lohmann ihre Immobilien deutlich an Wert verlieren. Foto: Dana
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Burkhard Reimer Reporter
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Allerdings liegt die zur Verwirklichung dieses Vorhabens notwendige Fläche in einem Bereich, der derzeit als Wohngebiet ausgewiesen ist. Es muss deshalb die Änderung in ein Mischgebiet erfolgen, in dem dann auch Gewerbe angesiedelt werden darf.

Nach einer – bereits durchgeführten – sogenannten frühzeitigen Beteiligung sollen nun in einem zweiten Verfahrensschritt die im Baurecht verankerte öffentliche Auslegung der geänderten Planunterlagen und die Beteiligung der Behörden sowie der Träger öffentlicher Belange durchgeführt werden.

Der Erste Gemeinderat Elmar Günzel stellte während der Ausschusssitzung zunächst die von einem Fachbüro erstellte neue Planung vor, wobei er darauf verwies, dass diese sich gegenüber der bisherigen nur geringfügig geändert habe. Nach wie vor gehe es nicht zuletzt darum, ein „einvernehmliches Miteinander von Wohnen und Gewerbe“ sicherzustellen, was unter anderem durch eine angemessene Pufferzone erreicht werden soll.

Neu an der jetzt vorgelegten Planung sei die Ausweisung einer Ausgleichsfläche für den zu überbauenden Grund und Boden, die, so Günzel, allerdings ohnehin gesetzlich vorgeschrieben sei. Sie soll – übrigens auf Kosten des Investors – auf einer Fläche zwischen Amelgatzen und Welsede als Blühstreifen mit Baumbepflanzung angelegt werden.

Während einer vom Ausschussvorsitzenden eigens dazu anberaumten Sitzungsunterbrechung erhielten Anlieger die Möglichkeit, zu der Planung Stellung zu nehmen. Eine Hausbesitzerin nutzte die Gelegenheit, erneut ihre bereits im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung geäußerte Befürchtung vorzutragen, ihre Immobilie könne durch das Bauvorhaben und die damit verbundene Umwandlung eines Wohngebiets in ein Mischgebiet deutlich an Wert verlieren.

Die Ausschussmitglieder Thomas Jürgens (Bündnis 90/ Die Grünen), Oliver Gockel (SPD) sowie Kirchohsens Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) wollten das indes nicht gelten lassen. So verwies Thomas Jürgens auf den „harmonischen Übergang von Wohnen zu Gewerbe, der durch die Pufferzone geschaffen“ werde, Oliver Gockel darauf, dass das Forschungs- und Entwicklungszentrum „eine positive Entwicklung für Emmerthal“ bedeute und Rudolf Welzhofer schließlich auf die „Verantwortung, die wir für die Ansiedlung neuer Firmen ebenso wie für den Erhalt bestehender haben“. Wie auch der Erste Gemeinderat Elmar Günzel führten sie zudem ins Feld, dass es nicht zwangsläufig zu einem Wertverlust kommen müsse, sondern besagte Immobilie im Gegenteil sogar im Wert steigen könne.

Durch den Bau des Forschungs- und Entwicklungszentrums, argumentierten sie nahezu gleichlautend, würden nämlich neue Arbeitsplätze in Emmerthal geschaffen, was wiederum einen erhöhten Wohnraumbedarf bedeuten werde und so durchaus auch zu steigenden Immobilienpreisen führen könne.



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