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Polarforscher halten Kontakt über Groß Berkel

Groß Berkel (cb). Ihre Motivation beschreibt sie mit Abenteuerlust, Neugierde und beruflicher Herausforderung. „So eine Chance bekomme ich nicht wieder“, sagt Tanja Fromm. Für 15 Monate will die Diplom-Physikerin aus Warendorf in der Antarktis forschen. Umfangreiche Vorbereitungen gehören für das neunköpfige Winterteam dazu. Damit sie mit der Außenwelt in Verbindung bleibt, lässt sich die 27-jährige Tanja Fromm zusammen mit der Diplom-Geophysikerin Sarah Huber (34) und dem Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik Guido Erdmann (26) in Groß Berkel schulen.

veröffentlicht am 08.10.2009 um 13:37 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

arktis
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Groß Berkel (cb). Ihre Motivation beschreibt sie mit Abenteuerlust, Neugierde und beruflicher Herausforderung. „So eine Chance bekomme ich nicht wieder“, sagt Tanja Fromm. Für 15 Monate will die Diplom-Physikerin aus Warendorf in der Antarktis forschen. Umfangreiche Vorbereitungen gehören für das neunköpfige Winterteam dazu. Damit sie mit der Außenwelt in Verbindung bleibt, lässt sich die 27-jährige Tanja Fromm zusammen mit der Diplom-Geophysikerin Sarah Huber (34) und dem Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik Guido Erdmann (26) in Groß Berkel schulen. Auf dem Gelände der Erdfunkstelle erfahren die künftigen Antarktis-Bewohner die wichtigsten Grundlagen, um den Kontakt zur Außenwelt zu behalten. Ob Telefon, Faxgerät oder das für den umfangreichen Datentransfer notwendige Internet: Die Kommunikation der Antarktisforscher läuft per Telekommunikationssatellit über eine Satellitenantenne zum rund 14 000 Kilometer entfernten Groß Berkel.
 „Für uns ist es wichtig, die Forscher auf ein ausreichendes technisches Niveau zu bringen“, erläutert Frank Weiß von der CET Teleport GmbH. „Sie müssen die Systeme selbst betriebsbereit halten, überwachen und instand setzen können.“ Die Techniker aus Groß Berkel haben jederzeit Zugriff. Doch: In der Abgeschiedenheit der Antarktis gilt es für alle Notfälle gerüstet zu sein, wie Frank Weiß mit dem „Worst-Case-Szenario“ den schlimmsten Fall beschreibt. Aus der Ferne müssen die Wissenschaftler „mit der Erfahrung unserer Techniker“ in der Lage sein, die Kommunikationsverbindungen wieder in Gang zu setzen, wie er erläutert. Die speziell vor den widrigen Wetterverhältnissen mit tiefen Minustemperaturen und kräftigen Stürmen geschützte Sendeanlage in der Antarktis übermittelt die Daten über den Telekommunikationssatelliten Intelsat 901 in der geostationären Umlaufbahn nach Groß Berkel, wo sie von einer 4,6-Meter-Antenne empfangen werden. Von dort besteht eine Standleitung zum Polarforschungs-Institut nach Bremerhaven, das damit direkten Zugriff auf die wissenschaftlichen Daten hat. Und das sind wahre Datenfluten.

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