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Nach AKW-Aus: Studie zur wirtschaftlichen Entwicklung und zu Gewerbeflächen

Platz für Wachstum – der Bedarf liegt vor

EMMERTHAL. Die Studie der Gutachter mit umfangreichem Datenmaterial zur wirtschaftlichen Situation liegt fertig auf dem Tisch – doch die Arbeit steht den Verantwortlichen der Gemeinde Emmerthal aus Politik und Verwaltung noch bevor. Diese Einschätzung zumindest vertritt Bürgermeister Andreas Grossmann. Aber: Die Details zu den Erwartungen der heimischen Wirtschaft, die in den nächsten Jahren auf zusätzliche Fläche angewiesen sind, verhelfen dazu, Fehlentscheidungen zu vermeiden – wie andernorts manchmal geschehen, wie er sagt. Gewerbegebiete würden ausgewiesen, um verwaist zu bleiben. „Die wichtigste Kernaussage: Wir brauchen Gewerbeflächen“, meinte er bei der Präsentation des Gutachtens am Donnerstagabend.

veröffentlicht am 14.06.2019 um 16:01 Uhr

Um Flächen für Unternehmen und Betriebe auszuweisen, stehen drei Varianten zur Wahl. Archiv: Koptic
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der offizielle Name lautet Gewerbeflächenpotenzialanalyse. Hintergrund bildet das Aus des AKW Grohnde Ende 2021 als großer Steuerzahler, aber besonders als wichtiger Arbeitgeber. Mit der Studie beauftragt war das Hamburger Beratungsunternehmen Georg Consulting. Spezialisiert auf regionalökonomische Studien, hatten die Experten umfangreiche Fakten zusammengetragen und analysiert, gleichzeitig die heimischen Betriebe und Unternehmen gezielt befragt. Bekanntlich mit überraschend guten Ergebnissen, wie Inhaber und Geschäftsführer Achim Georg bei der Präsentation wiederholte. „Die Unternehmen haben vieles richtiggemacht“, meinte er mit Blick auf die positive Entwicklung etwa bei den Beschäftigtenzahlen. Das gelte vor allem im gewerblichen Bereich, was „interessant für eine Kommune im ländlichen Raum ist“. Das Plus sei besonders hoch im verarbeitenden Bereich, einem Sektor, das vor allem auf Gewerbeflächen angewiesen sei. Und sein Mitarbeiter Marco Gaffrey stellte „Indizien fest“, die für eine Knappheit im Angebot sprechen würden. Bis 2035 prognostiziert er einen Bedarf von zehn Hektar – zusammen beispielsweise mit Verkehrs- und Ausgleichsflächen gut 15 Hektar. In Frage kommen würden in mehreren Bauabschnitten die Bereiche zwischen Gewerbegebiet Langes Feld und AKW, möglicherweise auch in Nachbarschaft auf der anderen Seite der B 83 oder aber in Hagenohsen. Gerade diese dritte Variante könnte schneller geplant und realisiert werden.

Teils bestünde schon bald Handlungsbedarf, sagte der Bürgermeister. Noch verfüge die Gemeinde über 18 000 Quadratmeter Fläche, wo die Hoffnung bestehe, sie verkaufen zu können. Es gebe weitere Nachfragen, wenn auch in kleinerem Umfang. „Da können wir nichts mehr anbieten“, meinte Grossmann.

Natürlich hoffen die Politiker darauf, Fördergelder zu bekommen. Schließlich würden den Kohleregionen Beihilfen in Aussicht gestellt, was bei AKW-Standorten bislang nicht geschehen sei, sagten Ruth Leunig (SPD) und Rudolf Welzhofer (CDU). Gutachter Georg wollte keine großen Hoffnungen wecken – schließlich belege die Studie, dass Emmerthal kein strukturschwaches Gebiet sei. Allerdings gaben die Politiker und der Bürgermeister zu verstehen, dass bei allen potenziellen Flächen die Verkehrsproblematik eine große Rolle spiele. Dafür sei das Gutachten hilfreich – etwa bei Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium. Grundsätzlich aber gehe es um größere Zeiträume. Grossmann: „Es rollt nicht bald der erste Bagger an.“



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