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Forschungsinstituts-Leiter sieht weitere Potenziale / Landesminister kündigen Unterstützung an

„Photovoltaik weltweit auf der Gewinnerseite“

Emmerthal. Politische Prominenz informiert sich regelmäßig im Institut für Solarenergieforschung in Emmerthal – doch einen doppelten Minister-Besuch hat dessen Geschäftsführer Prof. Dr. Rolf Brendel noch nicht erlebt. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic und Umweltminister Stefan Wenzel waren gestern vor Ort, um sich über neueste Entwicklungen in der Solarenergienutzung zu informieren. Für Brendel fast schon eine naheliegende Kombination, da am Institut verdeutlicht werde, wie dort „Wissenschaft für die Energiewende“ betrieben werde. Und zwar mit immer weiteren Erfolgen: Der Institutsleiter präsentierte den Ministern eine Solarzelle, der erst am Tag zuvor der Weltrekord für den Wirkungsgrad bestätigt worden war, um bei Photovoltaikanlagen mit Kraft der Sonne Strom zu erzeugen. Trotz aller politischen Debatten um die erneuerbaren Energien, die Teile der Solarwirtschaft ins Trudeln gebracht hat: „Photovoltaik steht weltweit auf der Gewinnerseite“, sagte Brendel. Das Ende der Forschung sei längst nicht erreicht, meinte er unter Hinweis darauf, die Produktionskosten weiter senken zu können.

veröffentlicht am 05.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Beide Landespolitiker der Grünen kündigten an, das Institut weiter unterstützen zu wollen. Ihr Ministerium werde an der Grundfinanzierung des ISFH festhalten, kündigte Heinen-Kljajic an. „Ohne Forschung ist die Energiewende nicht zu schaffen“, sagte sie. In dem Maße, in dem Partner des Instituts aus der Industrie auch als Folge der Politik als Geldgeber für die Forschung weggebrochen seien, müssten neue Kooperationspartner gefunden werden. Ihr Ministerium wolle Hilfe anbieten „überall dort, wo es zusätzlicher Anstrengungen bedarf“, damit das Institut „weiterwachsen kann“, so Heinen-Kljajic.

Wenzel will dazu beitragen, dass „die politischen Rahmenbedingungen für die Energiewende stimmen“. Dabei bezog sich der Umweltminister auch auf die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über die EEG-Reform in dieser Woche. Für einen schweren Fehler halte er Überlegungen zur Eigenstrom-Regelung, zu der es allerdings noch eine verfassungsrechtliche Prüfung gebe. Das Ergebnis sei auch für die Nutzung der Sonnenenergie durch Photovoltaik sehr wichtig, weil hier vergangene Reformen große Einbrüche zur Folge gehabt hätten. Wenzel: „Dafür benötigen wir eine verlässliche Lösung.“

Die beiden Minister besuchten zuvor die „SolarTeC“-Forschungslinie, in der das ISFH verbesserte Solarzellen aus Silizium entwickelt und das im Vorjahr fertiggestellte „Labor für Integrierte Solare Systeme“ mit 600 Quadratmeter Fläche. In dem Neubau rücken die bisher getrennten Bereiche Strom und Wärme zusammen: Strom wird zum Antrieb von Wärmepumpen für Wärmeanwendungen eingesetzt, aus Brennstoffen wird Wärme und Strom erzeugt (Kraft-Wärme-Kopplung) und erneuerbarer Überschuss-Strom kann in Form von Wärme gespeichert werden.

Prof. Brendel erläuterte, dass das Institut sich künftig verstärkt mit der regionalen Umsetzung der Energiewende befassen wird: „Wir wollen innovative Energiesysteme mit Vorbildcharakter demonstrieren, die bezahlbar sind und uns von umweltschädlichen und teuren Energieimporten unabhängiger machen.“ cb



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