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Bürgermeister führt Gespräche zur Nachnutzung / Auch Werbegemeinschaft hofft auf Nahversorger

Penny schließt – Sorge vor weiterem Leerstand

Aerzen (cb). Nachrichten verbreiten sich in Aerzen schnell – vor allem, dass nun mitten im Kernort der Penny-Markt schließen soll und sich damit die Einkaufsmöglichkeiten weiter verschlechtern, sorgt für Gesprächsstoff unter den Kunden. Die Lücke, die damit gerissen werden könnte, schreckt auch die Verwaltung im Rathaus auf. Die Nahversorgung zu sichern gehört nicht zu ihren vordringlichen Aufgaben. „Aber wer soll es sonst machen?“, sagt Bürgermeister Bernhard Wagner. Er befinde sich in Gesprächen für eine mögliche Nachnutzung des Marktes – Entscheidungen seien aber nicht gefallen.

veröffentlicht am 30.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Die Einkaufsmöglichkeiten dünnen weiter aus, nach den Geschäftsschließungen in den Vorjahren haben nun innerhalb weniger Monate die beiden Schlecker-Filialen mitten im Ortskern und nun nach der Insolvenz auch an der Blankschmiede ihre Pforten geschlossen. Nun scheint das Ende des Penny-Marktes besiegelt zu sein. Dass die räumliche Lage der Filiale problematisch ist, gilt als augenscheinlich: Die Parksituation wird bemängelt, besonders der Anlieferverkehr für die Waren erweist sich als schwierig. Obwohl darauf angesprochen, äußert sich die Penny-Markt GmbH nicht zu den Hintergründen. „Bestätigen können wir, dass wir die Filiale im Laufe des Sommers mit Beendigung des Mietvertrages schließen“, heißt es lediglich von der zuständigen Regionsleitung Lehrte.

Penny gehört als Discounter-Marke zur Rewe-Gruppe. Die Kette Rewe, die als Vollsortimenter zur Gruppe zählt, verfügt noch über eine Filiale an der Blankschmiede. Außerdem gibt es im Kernort noch einen Edeka-Markt. Namen von Interessenten für die Penny-Immobilie will Wagner noch nicht öffentlich nennen. „Es gibt verschiedenste Gespräche“, lässt der Bürgermeister mehrere Möglichkeiten offen. Auf jeden Fall hofft er auf ein positives Ergebnis. „Wir benötigen noch einen Nahversorger im Kernort“, begründet er. Das habe mit Marketing und Wirtschaftsförderung zu tun, wenn „wir wollen, dass Aerzen lebens- und liebenswert für die Einwohner bleibt“, sagt Wagner.

Auf eine Lösung hofft auch die Werbegemeinschaft Aerzen und Groß Berkel, die durch die Verwaltung über die aktuelle Entwicklung informiert wurde. „Die Klagen kommen ja auch bei uns an“, weiß Vorsitzende Annegret Lorenz von Aerzenern, die den Rückgang an Einkaufsmöglichkeiten bedauern. „Besonders für die Älteren muss dringend etwas getan werden – sie kommen ja kaum bis zur Blankschmiede“, meint sie. Deshalb ist sie erleichtert, dass man sich im Rathaus des Themas angenommen hat. Zwar werde auch die Werbegemeinschaft den Punkt bei ihrer Sitzung Ende April besprechen, aber „wir haben leider kein Patentrezept“, sagt Lorenz. Besonders entlang der Bundesstraße habe sich die Situation in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert. „Solange die Ortsumgehung nicht fertig ist, wird sich da auch nichts ändern“, befürchtet die Vorsitzende. Und: Selbst wenn die Ortsdurchfahrt vom Verkehr entlastet werde, gebe es an den Gebäuden entlang der Osterstraße erheblichen Renovierungsstau. Deshalb sei es wichtig, dass die Gemeinde die Sanierung im Kernort vorantreibe – „auch wenn es nur kleine Schritte sind“.

Wenn im Sommer der Mietvertrag ausläuft, will die Penny-Markt GmbH ihre Filiale in Aerzen schließen. Foto: tis



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