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Groß Berkeler Politiker müssen stärker kooperieren / SPD und CDU suchen Annäherung

Pattsituation – gibt es einen Ausweg?

GROSS BERKEL. Die Groß Berkeler Parteien SPD und CDU bewegen sich aufeinander zu, nachdem Dr. Marcus Schaper von den Grünen sich mit einem verbalen Rundumschlag aus dem Ortsrat verabschiedet und für eine Pattsituation im Gremium gesorgt hat. Friedel-Curt Redeker (CDU) und Heide Schraps (SPD) verabredeten nun bei einem gemeinsamen Gespräch, besser zu kooperieren.

veröffentlicht am 25.06.2018 um 16:56 Uhr

„Ohne ein besseres Miteinander geht es nicht. Friedel-Curt Redeker CDU-Politiker „Wir können mehr Gemeinsamkeiten hinbekommen. Heide Schraps SPD-Politikerin
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Sehr harmonisch“ sei es verlaufen, sagt Redeker, der in der Vergangenheit genügend Konfliktstoff mangels Absprache im Ortsrat gesehen hatte. Eingeladen hatte zu dem Treffen Schraps, die ebenfalls auf Nachfrage von einem guten Ergebnis spricht. „Eine ganz entspannte Situation“, sagt sie. „Daran wollen wir anknüpfen.“

Beobachtern blieb es nicht verborgen, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder hakte zwischen den Parteien. Vor allem Redeker bemängelte regelmäßig mangelnde Information. „Das ging nach Gutsherrenart zu nach dem Motto: Wir haben die Mehrheit – ihr habt nichts zu melden“, blickt er nun erneut auf das Verhalten der SPD, zuletzt gemeinsam mit dem Grünen, zurück. Nun erhofft sich Redeker nach dem Gespräch ein besseres Miteinander auf Augenhöhe. „Ohne das geht es nicht – wie in einer Zwangsehe“, sagt der Kommunalpolitiker.

Beide nun gleichstarke Parteien mit jeweils drei Mandatsträgern im Ortsrat haben sich darauf geeinigt, sowohl politische Termine als auch für die Dorfaktivitäten besser im Vorfeld miteinander abzustimmen, aber ebenso die für Groß Berkel wichtigen Themen und Anträge zu koordinieren. Das gelte etwa für den Neubau des Kindergartens mit der Außengestaltung, selbst wenn es dabei nicht so große Mitspracherechte gebe, und für frühzeitige Anträge, die das Gremium bei der Gemeinde für den nächsten Haushalt stellen wolle, nennt Redeker als Beispiele.

Die Sozialdemokratin bezeichnet es als Ziel, dass „für Groß Berkel etwas Positives herauskommt“. Als weiteren Punkt nennt Schraps die Ortsumgehung, ein Thema, bei dem die Meinungen noch auseinandergehen. Grundsätzlich erhofft sie sich mehr Absprachen zwischen den Parteien, was bislang vielleicht etwas kurz gekommen sei. „Wir können mehr Gemeinsamkeiten hinbekommen“, sagt sie. „Da bin ich zuversichtlich.“

Offen blieb die Frage der Vize-Ortsbürgermeisterfunktion, die bislang Schaper innehatte. Ohne den Grünen namentlich zu nennen, verweist Redeker darauf, dass von dem Stellvertreter in dessen Amtszeit in der Ortschaft „nichts zu sehen und hören war“. Deshalb müsse überlegt werden, ob der Posten überhaupt notwendig sei, was er bezweifle. Sollte daran festgehalten werden, solle aber an die beiden jüngeren CDU-Ortsratsmitglieder gedacht werden, „bevor ich wieder den Posten der SPD zuschiebe“. Damit könne die nächste Generation bereits in Groß Berkel die Verantwortung übernehmen, sagt Redeker. Konkret will sich Schraps bei diesem Punkt nicht festlegen. Das gilt auch für den Vorschlag, bei den nächsten Kommunalwahlen auf eine Liste mit Einwohnern ohne Parteiennennung für den Ortsrat zu setzen. Schraps: „Wir werden auch darüber im Gespräch bleiben.“

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