weather-image
15°

Verärgerung nimmt zu / Gemeinde sieht nur geringen Einfluss

Parksituation bleibt in Teilen Aerzens angespannt

Aerzen. Das Parken auf Gehwegen im Allgemeinen und außerhalb der gekennzeichneten Flächen in verkehrsberuhigten Zonen im Besonderen ist laut Straßenverkehrsordnung verboten. Für einige Verkehrsteilnehmer scheint dieses Regelwerk aber ganz offensichtlich nicht zu gelten. Obwohl die Aerzener Maschinenfabrik ihren Mitarbeitern mehrere große Parkplätze zur Verfügung stellt und ausdrücklich dazu aufgefordert hat, diese auch zu nutzen, wie Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock aus einem Gespräch mit der Geschäftsleitung erfahren hat, belegen nach wie vor werktags Mitarbeiter als Dauerparker die Wohnstraßen rund um den Firmensitz. Das ist nicht nur für die Anwohner und Anlieger der Gellerser- und Grevestraße sowie der Doris- und August-Dreier-Straße ärgerlich, weil diese oft keinen Parkplatz vor dem Haus oder wenigstens in der näheren Umgebung finden. Es wird auch fast täglich in den Einmündungsbereichen der verkehrsberuhigten Zonen geparkt, sodass es hier immer wieder zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen sowohl für Fußgänger und Fahrradfahrer als auch für Autofahrer kommt.

veröffentlicht am 20.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

270_008_6864959_lkae103_2001.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Das Parken ist in den verkehrsberuhigten Bereichen, die durch das rechteckige blaue „Spielstraßen“-Schild ausgewiesen sind, außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen und Be- oder Entladen. Bereits mehrfach wurden diesbezüglich Klagen an Mitglieder des Aerzener Ortsrates herangetragen. Auch in den Ortsratssitzungen ist die Parksituation in verschiedenen Bereichen der Gemeinde regelmäßig Thema. Eine dauerhafte Lösung des Problems hat sich aber bisher nicht ergeben.

„Auf Hinweise reagieren die Falschparker leider nicht. Im Gegenteil: Es kam sogar schon zu Beschimpfungen, wenn Anwohner die Falschparker auf das bestehende Parkverbot hingewiesen haben“, weiß Ortsratmitglied Wolf-Dieter Steup (CDU) aus einem Gespräch mit einem betroffenen Bürger zu berichten. „Das Überwachen des ruhenden Verkehrs gehört nicht zu den Aufgaben des Ordnungsamtes der Aerzener Gemeindeverwaltung“, erklärt Andreas Wittrock und verweist auf die Zuständigkeit des Landkreises und der Polizei. Dennoch sei man in der Verwaltung stets für Hinweise dankbar – Knöllchen-Horst lässt grüßen!

Damit ist auch der jüngste Vorschlag aus dem Aerzener Ortsrat nicht realisierbar, Parkmöglichkeiten so wie in einigen Hamelner Straßen auf Anlieger zu beschränken. „Denn wo nicht kontrolliert wird, nützt das Aufstellen von Schildern auch nichts. Es hält sich sowieso niemand daran“, erklärt Wolf-Dieter Steup und zielt auf die Flut von blauen Parkscheibenschildern entlang des Reherwegs ab. Diese wurden nach Beschwerden der dort ansässigen Geschäftsleute aufgestellt, weil auch deren Kunden die Parkmöglichkeiten durch Dauerparker genommen wurden. „Während der Bauphase des neuen Bürogebäudes und des Logistik-Centers kann man nur wiederholt an die AM-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen aus Aerzen appellieren, ihr Auto zu Hause stehen zu lassen und zu Fuß oder per Rad zur Arbeit zu kommen“, vertritt Ortsratsmitglied Carsten Klein (SPD) die Ansicht.

„Freundlicher Hinweis“ des Aerzener Ordnungsamtes hinterm Scheibenwischer von Parksündern – mehr Möglichkeiten sieht die Gemeinde kaum. Der Landkreis und die Polizei sind in der Verantwortung. sbr

Ähnlich angespannt wie rund um die Aerzener Maschinenfabrik gestaltet sich seit Jahren die Parksituation im Eichen- und Ulmenweg. Schon mehrfach haben Anwohner und auch Ratsherr Klein auf die dort regelmäßig parkenden Mitarbeiterfahrzeuge und Firmenwagen des angrenzenden Autohauses hingewiesen. „Gleiches gilt für Pkw und oftmals auch Lkw, die mitten auf dem Fuß- und Radweg am Friedhof abgestellt werden, teilweise sogar als Dauerparker“, fügt Carsten Klein an.

Um das Bürgersteigparken im neu angelegten Altdorfbereich rund um die Pöhlenstraße und den Geilsweg einzudämmen, hat die Verwaltung nun doch die Initiative ergriffen und lässt gelbe Hinweiszettel hinter den Scheibenwischer klemmen, um Verkehrssünder auf ihr Fehlverhalten in freundlich formulierten Worten hinzuweisen. „Bitte bedenken Sie, dass auch Rollstuhlfahrer, Personen mit Rollator und Eltern mit Kleinkindern einen freien Gehweg nutzen möchten“, grüßt hier das Ordnungsamt im Namen des Bürgermeisters mit zwei Ausrufezeichen. sbr



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?