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Politik und Verwaltung wollen nun offensiv gegen Verkehrssituation vorgehen

Parkprobleme sorgen für Ärger

Groß Berkel. Die Parksituation innerhalb des Groß Berkeler Altdorfes im Allgemeinen und speziell an der Kirche vor der dortigen Apotheke samt darüberliegender Arztpraxis hat es schon mehrfach auf die Tagesordnung der Ortsratssitzung geschafft. Besonders in der Straße „An der Kirche“ spitze sich die Verkehrssituation zu, woraus sich ein Gefährdungspotenzial ergebe, erklärt Groß Berkels Ortsbürgermeisterin Renate Oetzmann.

veröffentlicht am 26.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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„Die Fahrzeuge werden dort rücksichtslos zum Teil beidseitig und auf dem Gehweg geparkt, sodass Fußgänger, ältere Menschen mit Rollator oder Mütter mit Kinderwagen gezwungen werden, den Bürgersteig zu verlassen und sich die Fahrbahn mit dem fließenden Verkehr teilen zu müssen“, berichtet die SPD-Ortsbürgermeisterin. „Und auch für den landwirtschaftlichen Verkehr ist es oft nicht möglich, den in der Nachbarschaft angesiedelten Hof über die Zufahrtsstraße zu verlassen oder zu erreichen, da die verbleibende Fahrbahnbreite zwischen den parkenden Autos für die Traktorgespanne nicht mehr ausreicht.“

Friedel-Curt Redeker (CDU) ergänzt, dass auch Rettungsfahrzeuge angesichts der aktuellen Parksituation keine Chance auf ein Durchkommen hätten. Er appellierte letztmalig an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, machte aber gleichzeitig deutlich, dass er nicht bereit wäre, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen und die Situation einfach hinzunehmen.

Mehrfach wurde bereits vonseiten des Ortsrates und der Verwaltung sowohl an die Adresse der Apotheke als auch der Praxis der Appell gerichtet, die Kunden, Patienten und Angestellten deutlich auf die gefährliche Situation vor der Haustür aufmerksam zu machen und auf die zahlreichen, in unmittelbarer Nähe zum Geschäftshaus auf Kathers Hof zur Verfügung stehenden öffentlichen und kostenfreien Parkplätze hinzuweisen sowie deren Nutzung einzufordern – bisher ohne Erfolg.

Nun scheint die Geduld der Kommunalpolitiker mit den Gewerbetreibenden endgültig am Ende zu sein: Sollte sich innerhalb der nächsten acht Wochen die Parksituation in der engen Altdorfstraße „An der Kirche“ nicht grundlegend ändern, wird dort ein Halteverbot verhängt, erging der einstimmig gefasste Beschluss. Denn weder Hauseigentümer noch Mieterin sehen offenbar Handlungsbedarf, eigenen Parkraum für die Besucher des gewerblich genutzten Gebäudes zu schaffen. Und auch die dort Parkenden erkennen ihr Fehlverhalten nicht und pöbeln den Landwirt Gunter Fiermann beim Passieren des Engpasses auch noch an, wie dieser in der Sitzung berichtet.

Dr. Tanja Weiß und ihr Praxisteam seien nicht in der Lage, die Patienten dazu aufzufordern, zum Praxisbesuch den benachbarten Parkplatz Kathers Hof anzusteuern, wie sie anlässlich der Ortsratssitzung erklärte. Darüber hinaus machte die Groß Berkeler Ärztin deutlich, dass sie sich, sollte das angekündigte Halteverbot vor der Praxistür durchgesetzt werden, in ihrer wirtschaftlichen Praxisausübung eingeschränkt fühle. Im Übrigen könne der Flecken Aerzen auf dem benachbarten Grundstück einen öffentlichen Parkplatz anlegen, so ihre Auffassung. Sie habe kein eigenes Interesse daran, einen Teil des freien Nachbargrundstücks zu erwerben, um dort Parkraum für ihre Patienten zu schaffen, sei aber bereit, sich an den Erschließungskosten zu beteiligen, ließ die Allgemeinmedizinerin wissen.

Sowohl Ortsrat als auch Verwaltung distanzierten sich deutlich von solchen Forderungen. „Der Flecken Aerzen ist nicht in der Pflicht, Parkplätze für vor Ort ansässige Gewerbetreibende zur Verfügung zu stellen“, machten sowohl die Ortsbürgermeisterin als auch Erster Gemeinderat Andreas Wittrock deutlich.

Auch vor dem Friedhof ist es in der Vergangenheit auf der Straße „An der Breite“ mehrfach zu Verkehrsbehinderungen durch beidseitig parkende Fahrzeuge gekommen, vorrangig während Beerdigungen, wie die Ortsbürgermeisterin weiter erläutert. Hier wird künftig ein einseitiges Parkverbot für einen sicheren Verkehrsfluss sorgen, erklärte Oetzmann den einstimmig gefassten Ortsratsbeschluss.

An der Straße „Auf dem Thie“ im oberen Teil haben die neu aufgestellten Verkehrsschilder, die in der bergauf führenden Richtung ein Parken halb auf den ausreichend breiten Gehwegen erlauben und auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Parken untersagen, sowie die blauen Parkhinweisschilder im unteren Bereich der Straße „Am Todtenberg“ für eine deutliche Entspannung der Verkehrssituation gesorgt. Hier war noch vor Weihnachten rasches Handeln von Seiten der Kommune erforderlich, weil das Schneeräumfahrzeug den oberen Teil der Siedlung nicht erreichen konnte, da im unteren Bereich die Zufahrtsstraßen beidseitig zugeparkt waren, wie Wittrock mitteilte. Die neuen Regelungen sind übrigens in enger Abstimmung mit der Polizei erfolgt, wie Oetzmann anmerkte.

Für weitere Verkehrssicherheit in einem Teilbereich der Straße „Am Todtenberg“ sorgt zukünftig eine Stützmauer. Die für die Verbauung vorgesehenen sogenannten L-Steine aus Beton wurden bereits auf einem kommunalen Grundstück auf dem Todtenberg zwischengelagert. Der Baubeginn lässt allerdings wetterbedingt noch etwas auf sich warten, teilte Wittrock mit.

An der Straße „Auf dem Thie“ regeln neue Schilder die Parksituation.



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